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Licht als Zeichen gegen Antisemitismus

Am 9. November 1938 brannten die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Synagogen im Deutschen Reich nieder. Die Reichspogromnacht markiert einen traurigen Meilenstein auf dem Weg zum Massenmord der europäischen Juden. In der Nacht des 9. November sollen weltweit Personen und Institutionen das Licht brennen lassen als Symbol gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Intoleranz.
Von Norbert Schäfer
Am 9. November 1938 brannten die Nationalsozialisten Synagogen auf dem Gebiet des Deutschen Reichs nieder. Eine Kampagne unter dem Motto „Es werde Licht“ ruft gegen Judenfeindlichlichkeit, Rassismus, Hass und Intoleranz auf.

Foto: Boris Ivanović on Unsplash

Am 9. November 1938 brannten die Nationalsozialisten Synagogen auf dem Gebiet des Deutschen Reichs nieder. Eine Kampagne unter dem Motto „Es werde Licht“ ruft gegen Judenfeindlichlichkeit, Rassismus, Hass und Intoleranz auf.

Als Mahnung gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Intoleranz sollen in diesem Jahr in der Nacht des 9. November weltweit Einzelpersonen, Institutionen und Gotteshäuser das Licht in ihren Räumen brennen lassen. Ausrichter der weltweiten Initiative ist „International March of the Living“, ein internationales Holocaust-Bildungsprogramm. Die weltweite Kampagne gegen Judenfeindlichlichkeit, Rassismus, Hass und Intoleranz steht unter dem Motto „Es werde Licht“. Im Internet und in Sozialen Medien wird die Kampagne mit dem Hashtag #LetThereBeLight begleitet.

Am 9. November 1938 brannten die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Synagogen auf dem Gebiet des Deutschen Reichs nieder. Die Reichspogromnacht, zynisch von den Nationalsozialisten „Kristallnacht“ genannt, gilt als ein trauriger Meilenstein des Antisemitismus auf dem Weg zum organisierten Massenmord der europäischen Juden durch das Nazi-Regime. Bei den Ausschreitungen wurden 1938 innerhalb von zwei Tagen mehr als 1.400 Synagogen zerstört und Hunderte Juden ermordet, mehrere Tausend in Konzentrationslager verschleppt.

„Bewusstsein gegen Diskriminierung und Intoleranz schärfen“

„Antisemitismus und Rassismus bedrohen unsere Gesellschaft als Ganzes, sie gefährden unsere Werte und unsere Demokratie“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, Salomon Korn, am Dienstag in einer Pressemitteilung der Initiatoren. „Gemeinsam wollen wir ein Zeichen gegen die Zunahme von Antisemitismus und Hassreden in der ganzen Welt setzen.“ Nach den Worten Korns soll die interreligiöse Initiative „das Bewusstsein gegen wachsende Diskriminierung und Intoleranz schärfen und das Licht der Menschlichkeit in diesen schwierigen Zeiten zum Vorschein bringen.“ Die Hauptsynagoge in Frankfurt war 1938 eines der wenigen jüdischen Gotteshäuser, die in der Pogromnacht nicht zerstört wurden. Am 9. November wird die Westend-Synagoge beleuchtet, wie andere Orte von religiöser und spiritueller Bedeutung in der ganzen Welt beleuchtet werden.

Weltweit können sich Menschen virtuell an der Aktion gegen Judenfeindlichkeit und Rassismus beteiligen. Persönliche Botschaften und Gebete der virtuellen Kampagne sollen am 9. November auf die Mauern der Altstadt von Jerusalem projiziert werden.

March of The Living ist eigenen Angaben zufolge das weltweit größte jährliche internationale Holocaust-Bildungsprogramm und hat bislang mit mehr als 300.000 Teilnehmern aus 52 Ländern die Route des Marsches, entlang der 3,2 Kilometer langen Eisenbahnschienen von Auschwitz nach Birkenau, zurückgelegt. Wegen der COVID-19-Pandemie fand in diesem Jahr der jährliche Marsch erstmals nicht statt.

Von: Norbert Schäfer

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