Das christliche Medienmagazin

LICC: Glaube darf im Beruf nicht verloren gehen

Evangelikale Christen haben den Respekt der säkularisierten Öffentlichkeit verloren, davon ist Mark Greene, Direktor des London Institute for Contemporary Christianity (Institut für zeitgemäßes Christsein) überzeugt. Christen könnten nur dann den Respekt der Menschen wieder gewinnen, wenn sie sich glaubwürdig als solche zu erkennen geben, sagte er im Interview mit dem Christlichen Medienmagazin pro.
Von PRO

„Ich bin der Überzeugung, dass wir Christen wieder lernen müssen, so von unserem Glauben zu sprechen, dass es jeder säkulare Mensch versteht und nachvollziehen kann, was wir meinen“, so Greene. Das Verhalten und Engagement von Christen in ihrem Lebensbereich habe gleichzeitig enorme Auswirkungen darauf, wie Christen grundsätzlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Immerhin sei der Arbeitsplatz das größte Missionsfeld für Christen. Im Büro begegneten viele Angestellte an einem Tag mehr Leuten, für die der christliche Glaube irrelevant sei, als ein Pastor in einer Woche treffe.

„Whole-Life-Discipleship“ (Jüngerschaft, die das ganze Leben umfasst) sieht Greene als Kernaufgabe der Kirche und jeder Gemeinde. Damit meint er die Artikulation und praktische Umsetzung des Glaubens in Alltag, Kunst und Weltmission, Politik, Medien oder auch im Berufsleben. Seiner Ansicht nach werde die Vereinbarkeit von Christsein und Beruf viel zu selten in Predigten angesprochen. „Der Beruf ist nicht nur ein Thema, über das ab und an einmal gesprochen werden sollte. Menschen verbringen 50 Prozent ihres gesamten Lebens an ihrer Arbeitsstelle. Der Beruf ist ein Lebensbereich, in dem der Glaube nicht verloren gehen darf“, so Greene.

Christen sollten in Beruf und Familie dafür sorgen, dass die ihnen anvertrauten Menschen sich entfalten könnten. So müsse sich ein Manager fragen, was er tun könne, damit seine Mitarbeiter ihr Bestes für die Firma geben. Wer als Leiter einer Firma oder eines Teams diese Frage nicht anhand konkreter Maßnahmen beantworten kann oder sich gar noch nie diese Frage gestellt hat, werde keinen langfristigen Erfolg haben.

In einer Welt des Kapitalismus und der wirtschaftlichen Zwänge sei es vor allem die Aufgabe der Christen, die Prinzipien von Gottes Schöpfungsordnung vorzuleben. Christen hätten außerdem die Verantwortung, anderen Menschen konkret zu helfen. Dazu zitiert Greene den Senior Manager einer internationalen Finanzberatung, der zu ihm gesagt habe: „Meine Aufgabe ist es, die Steine auf der Startbahn wegzuräumen, damit meine Leute fliegen können!“

Das komplette Interview mit Mark Green lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des christlichen Medienmagazins pro. Bestellen Sie pro kostenlos unter info@pro-medienmagazin.de oder telefonisch unter 06441/916 – 151.

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