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Letzte Proben für das Pop-Oratorium „Luther“

Für das Pop-Oratorium „Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ finden derzeit die letzten Vorbereitungen statt. Am Sonntag probte der 3.000-stimmige Laienchor zum ersten Mal gemeinsam mit den Solisten. Am Reformationstag wird das Werk uraufgeführt.
Von PRO
Das „Pop-Oratorium“ ist eine neue Gattung, die schauspielerische Darstellung und Musik vereint. Dieter Falk und Michael Kunze haben sie mit ihrem letzten großen Werk, den „Zehn Geboten“, sozusagen erfunden. Die Mischung aus Konzert und Theater erinnert an ein Musical, bei der vorletzen Probe sind allerdings stolze 3.000 Laiensänger beteiligt, außerdem ein Orchester und eine Band. „Das macht dieses Projekt so besonders“, sagte der Komponist des Werks, Dieter Falk im Gespräch mit pro. „Wir haben tausende Laienmusiker aus lokalen Kirchenchören und Gesangsvereinen, die bereits ein halbes Jahr für die Uraufführung proben – deshalb auch der Name ‚Projekt der tausend Stimmen‘“. Nun treffen die Laienmusiker in Essen erstmals auf die Musical-Darsteller und andere Chöre, die aus unterschiedlichen Teilen Nordrhein-Westfalens angereist sind. Auch 700 Katholiken und einige freikirchliche Chöre sind an dem Projekt beteiligt. „Erstaunlich, wie Katholiken Luther feiern können“, schmunzelt Falk. Die Uraufführung soll am kommenden Samstag in Dortmund stattfinden, im Jahr des 500-jährigen Jubiläums der Reformation 2017 werden auch andere Städte wie München, Hamburg und Berlin in den Genuss des Pop-Oratoriums kommen. Jedes Mal wird der Mammut-Chor aus regionalen Chören in neu zusammengesetzter Form auftreten.

Neue Musik und frische Ideen auch für den Gottesdienst

Bei der ersten gemeinsamen und zugleich letzten Probe vor der Generalprobe ist die Aufregung in Form von geballter Energie schon deutlich zu spüren. Die Laiensänger sind sichtlich begeistert und offensichtlich auch stolz darauf, bei einer Produktion dieser Größenordnung mitwirken zu können. Solisten, Tänzer und Schauspieler proben in Alltagskleidung auf der Bühne, der Chor füllt den gesamten Zuschauerraum der Messehalle. Auf der Bühne stehen links und rechts Dirigenten für den Laienchor im Zuschauerraum, ein Dirigent für die Solisten steht vor der Bühne. Chor und Solisten singen abwechselnd, zum Teil auch gleichzeitig, sodass der Gesang von allen Seiten kommt, was dem Zuschauer ein beeindruckendes Klangerlebnis beschert. Die Texte der Lieder stammen von dem Liederdichter und Produzenten Michael Kunze, der die deutschen Versionen der Musicals „Cats“, „Das Phantom der Oper“ und „Evita“ geschrieben hat, mit „Elisabeth“, „Tanz der Vampire“ und „Marie Antoinette“ hat er auch eigene Werke kreiert. Komponist Falk sagt: „Ich hoffe, dass daraus auch ein paar Hits werden, die dann auch in Gottesdiensten gesungen werden“, denn, „neue Musik und frische Ideen können wir in der Kirche auf jeden Fall gut gebrauchen“. (pro)
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