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Lena Meyer-Landrut – unser gläubiger Star für Oslo?

Bei jedem ihrer Auftritte trägt sie ein Kreuz der Glaubensgemeinschaft Taizé: Deutschlands Hoffnung für den "Eurovision Song Contest" in Oslo, Lena Meyer-Landrut, ist gläubig. Das Magazin GEO hatte Lena zufällig bereits 2008 für eine Story über Taizé begleitet.
Von PRO

Foto: www.lena-meyer-landrut.de

Ihre offene, freche Art hat wohl schon damals die Reporter des Magazins GEO auf sie aufmerksam gemacht: In einem Artikel über die Gemeinschaft von Taizé im Osten Frankreichs begleitete das Reporterteam auch Lena Meyer-Landrut, die ein Jahr später eines der bekanntesten Gesichter Deutschlands werden sollte. Am 12. März 2010 gewann sie das Finale der Casting-Show "Unser Star für Oslo" und soll ab dem 25. Mai beim internationalen Musikwettbewerb für Deutschland antreten.

Vom ersten Casting für die Sendung "Unser Star für Oslo" über die einzelnen Finals bis hin zu Auftritten bei "Wetten, dass..?" – Lena trug jedes Mal ein Kreuz in der Form einer Taube. Es ist das Symbol des ökumenischen Klosters in Taizé, in der Nähe von Cluny. Seit Jahren ist der Ort bekannt als Treffpunkt für Tausende Jugendliche aus der ganzen Welt. Die Brüder der Kommunität sind ökumenisch eingestellt. Der Gründer des Ordens, Roger Schutz, trug wesentlich zur Popularität von Taizé unter Jugendlichen bei. Er wurde am 16. August 2005 während des Abendgebetes von einer psychisch kranken Frau niedergestochen.

Die Sängerin Lena, die zwei Tage vor dem Grand Prix in Oslo 19 wird, ist ein Liebling der Medien. Sie gibt sich Mühe, private Details aus ihrem Leben privat zu belassen. Ein "Skandälchen" lösten vor einigen Tagen Bilder aus, die sie entblößt in einem Schwimmbad zeigten. Es waren Aufnahmen, die für eine RTL-Serie gemacht wurden. Lena war als Komparsin in der Kartei der Produktionsfirma Constantin Entertainment gelistet und trat deshalb ebenso bereits in der Sat.1-Sendung "Richter Alexander Hold" sowie in "K11 – Polizisten im Einsatz" auf.

Nun entdeckte das Magazin "Stern", dass Lena bereits in einem GEO-Artikel vorkam. Er handelte von Orten, an denen die Seele zur Ruhe kommen kann und erschien in der Ausgabe vom Januar 2009. Wie viele Tausende andere Jugendliche ihres Alters nahm Lena an Meditationsferien im Kloster von Taizé teil. "Sie löffelte Konserven aus Plastiktellern, wusch dreckiges Geschirr, schrubbte die Böden in der Putzkolonne, diskutierte in Gesprächsgruppen über Gott und die Welt", berichtet "Stern".

Lena war im August 2008 als Mitglied einer 15-köpfigen Gruppe des Katholischen Jugendpastoralen Zentrums Tabor in Hannover angereist. Wie viele ihrer Altersgenossen war auch Lena gebannt von der Anziehungskraft des Ortes und schwärmte über ihren Aufenthalt: "Es ist kein Gefühl, das es schon gibt. Es ist das Taizé-Gefühl – total viel Glück."

Die GEO-Reporter wählten aus den rund 100.000 Gästen des Jugendtreffens ausgerechnet jenes Mädchen aus, das knapp zwei Jahre später die Medien begeistern und als musikalische Vertreterin aus Deutschland nach Oslo reisen sollte. Der Fotograf Franz Killmeyer erzählt heute: "Sie ist mir wegen ihres bezaubernden Wesens sofort aufgefallen." Sie sei aus der Gruppe herausgestochen, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Eine Woche habe er Lena begleitet und sie als "ziemlich facettenreiches Wesen, die auf der Suche nach Sinn war", erlebt. "Sie hat ein reines Herz, ich hoffe, das wird nicht geschwärzt", sagt der Fotograf laut "Stern" über Lena.

In dem GEO-Bericht wird Lena als 17-jährige Gymnasiastin beschrieben, die in einer Jazzband singt und von einer Musical-Ausbildung träumt. Vor anderthalb Jahren habe sie "zum Glauben gefunden" und vor einem halben Jahr das erste Mal von Taizé gehört. Auf den Bildern sieht man sie, wie sie in einer Gesprächsgruppe sitzt, wie sie mit einem Freund auf freiem Feld unter blauem Himmel spazieren geht, wie sie beim Schlussgottesdienst in der Mehrzweckhalle inmitten der Gläubigen sitzt, in der Hand hält sie eine brennende Kerze, auf den Oberarm hat sie mit Kugelschreiber Sternchen gemalt.

Dass sie ihr Glaube und der Besuch in Taizé auch zwei Jahre danach noch beschäftigt, scheint das kleine Kreuz zu verdeutlichen, das sie stets um den Hals trägt. Die Mischung aus Kreuz und Taube ist das Erkennungszeichen von Jugendlichen, die schon mal in Taizé waren. Außerdem hat sie auf dem linken Oberarm eine so genannte Ritterlilie eintätowiert – ein Zeichen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen. Bislang will sich Lena auf Interviewanfragen auch von pro zu ihrem Glauben nicht äußern.

Lenas Großvater, Andreas Meyer-Landrut, war übrigens Diplomat und Leiter des Bundespräsidialamtes. In seinem Buch "Mit Gott und langen Unterhosen" berichtete er 2003 von seinen Erlebnissen als Botschafter in Moskau. (pro)

http://www.stern.de/kultur/musik/lena-meyer-landrut-lenas-religioese-seite-1565586.html
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