Die Grünen haben ihren knappen Wahlsieg in Baden-Württemberg wesentlich konfessionslosen und protestantischen Wählern zu verdanken. Während ihnen 37 Prozent der Konfessionslosen und 30 Prozent der Protestanten ihre Stimme gaben, waren es unter Katholiken 27 Prozent und unter Muslimen nur 16 Prozent, wie die Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag auf Anfrage mitteilte. Befragt wurden am Sonntag 20.784 Wähler, darunter 10.241 nach Konfession.
Anders das Ergebnis bei der CDU: Ihr gaben 38 Prozent der Katholiken ihre Stimme, aber nur 30 Prozent der Protestanten, 20 Prozent der Konfessionslosen und 16 Prozent der Muslime. Bei regelmäßigen Gottesdienstbesuchern, egal ob katholisch oder evangelisch, lag die CDU mit 40 Prozent deutlich vor den Grünen (25 Prozent).
Acht Prozent der Muslime stimmten für AfD
Die AfD als drittstärkste Kraft punktete bei Konfessionslosen (20 Prozent), Protestanten (19 Prozent) und Katholiken (17 Prozent) nahezu gleichermaßen. Von den muslimischen Wählern gaben der Partei acht Prozent ihre Stimme; sie wählten häufiger SPD (20 Prozent) und Linke (17 Prozent).
Bei der Landtagswahl am Sonntag erzielten die Grünen nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 30,2 Prozent der Stimmen, die Union 29,7 Prozent, die AfD 18,8 Prozent. Die SPD kam auf 5,5 Prozent, FDP und Linke jeweils auf 4,4 Prozent.