Die Theologen Elke Werner und Steffen Kern moderieren die PROCHRIST LIVE-Abende in der Kongresshalle am Zoo

Die Theologen Elke Werner und Steffen Kern moderieren die PROCHRIST LIVE-Abende in der Kongresshalle am Zoo

PROCHRIST LIVE: „Gott sehnt sich nach uns“

Es ist 19.05 Uhr. Der Saal in der Kongresshalle in Leipzig füllt sich langsam, aber sicher. Es ist der erste Abend von PROCHRIST LIVE. Etwas mehr als 800 Stühle stehen im altehrwürdigen Saal des Gebäudes in der Leipziger Innenstadt. Dort startete am Sonntag die ProChrist-Live-Übertragung.

Von Leipzig aus will ProChrist Menschen an 500 Orten in Deutschland und im deutschsprachigen Europa mit der „besten Botschaft der Welt“ erreichen. „Unglaublich“ lautet das Motto der großen Evangelisationsveranstaltung. An den kommenden sieben Abenden legen die beiden Hauptredner Elke Werner und Steffen Kern die Grundlagen des Glaubens aus. „Gott liebt mich!“, hieß das Thema des ersten Abends.

Die Beteiligten des Programms berichteten von ihrem Vaterbild. Benjamin Wussow, Sohn des verstorbenen Schauspielers Klaus-Jürgen Wussow, lernte seinen prominenten Vater wegen der frühen Trennung seiner Eltern kaum kennen. Dann verstarben beide Elternteile binnen zwei Jahren und Wussow war mit 14 Jahren Vollwaise. Als Erwachsener besuchte er eine Bibelschule. „Glaube war für mich eine Tradition, aber nie etwas Lebendiges“, sagte Wussow.

Gott fragen und auf Antworten warten

Er habe Gott nach dem Warum des frühen Todes seiner Eltern gefragt. „Es macht aber einen Unterschied, ob Du Gott fragst und ihn sprechen lässt oder ob Du ihn nur anfragst und keine Antwort erwartest. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, Gott sprechen zu lassen.“ Gott sei fürsorglich, zuverlässig und höre zu. Dem Poetry-Slammer Marco Michalzik gelang es mit seiner Wortakrobatik in die Herzen der Zuhörer zu sprechen: „Er verortet sich gerne bei Gott.“

Benjamin Wussow, Sohn des Schauspielers Klaus-Jürgen Wussow, erzählte, warum ihm der Glaube eine Stütze ist

Benjamin Wussow, Sohn des Schauspielers Klaus-Jürgen Wussow, erzählte, warum ihm der Glaube eine Stütze ist

Den Kerngedanken des Abends legte Elke Werner anhand der Geschichte vom verlorenen Sohn aus. „Gott sieht unser Leben mit allen unseren Höhen und Tiefen.“ Der verlorene Sohn habe alles gehabt, was er zum Leben brauchte. Dann sei er sehr tief gesunken: „Er konnte nicht auf hohem Ross zurückkommen.“ Viele Menschen hätten Gott für tot erklärt, aber die Sehnsucht nach einem Zuhause bleibe. Die Menschen füllten diese Sehnsucht auf unterschiedliche Weise.

„Keiner kann diese Sehnsucht so füllen wie Gott der Vater“, verdeutlichte Werner. „Gott liebt mich. Diesen Trost können wir erleben, wenn wir seine Liebe annehmen. Wir dürfen jederzeit zurückkehren zu Gott. Er ist ein Vater, der uns nach Hause liebt und zu sich zieht.“ Gott stehe mit offenen Armen da und warte auf die Rückkehr seiner Kinder. Den Weg zu Gott habe Jesus frei gemacht: „Er liebt uns so sehr, dass er sich an uns bindet.“

Kurz und bündig und vielleicht nicht so wortgewaltig wie Vorgänger Ulrich Parzany brachte Werner damit die Kernbotschaft des Evangeliums auf den Punkt. Die Besucher vor Ort hatten die Möglichkeit, die Bindung zu Gott mit einem roten Band zu verdeutlichen, das sie an dem Metallkreuz anbringen konnten. Ansonsten gab es die Möglichkeit, Seelsorge in Anspruch zu nehmen.

„Lebendige Beziehung ist ein Vorrecht“

Florence Joy, Sängerin der Band „Könige und Priester“, berichtete von der Trennung ihrer Eltern. In dieser Zeit sei es für sie wichtig gewesen, mit Gott einen Ansprechpartner zu haben, der einen mit unendlicher Liebe überschüttet. Weil sie das erlebt habe, komme sie abends immer mit ihren vier Kindern zusammen und gebe mit den Gebeten alles bei Gott ab. „Diese lebendige Beziehung und mit ihm reden können ist ein Vorrecht.“

Die Band „Könige und Priester“ sorgte für die musikalische Gestaltung des Abends

Die Band „Könige und Priester“ sorgte für die musikalische Gestaltung des Abends

In Leipzig haben sich 20 Kirchen, Gemeinden und christliche Werke zusammengeschlossen, um die Veranstaltung vor Ort anzubieten.

Von: Johannes Weil

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