Bei der diesjährigen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ geht es darum, sich mehr Zeit für die Dinge des Alltags zu nehmen

Bei der diesjährigen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ geht es darum, sich mehr Zeit für die Dinge des Alltags zu nehmen

„Sieben Wochen ohne Sofort“

„Augenblick mal! – Sieben Wochen ohne Sofort“, lautet das diesjährige Motto der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum österlichen Fasten. Die Aktion läuft von Aschermittwoch bis Ostersonntag.

Entschleunigen und Innehalten sind die Themen der diesjährigen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). „Wenn es nicht mehr weitergeht, einmal Pause machen, eine Tasse Tee trinken, nachdenken: Zeit, den Dingen und sich selber eine zweite Chance zu geben. Dieses Innehalten halten hat uns Gott ganz am Anfang in unsere Zeitrechnung geschrieben: Den siebten Tag segnete der Schöpfer – und ruhte. Dazu sind wir auch eingeladen“, beschreibt Arnd Brummer, Geschäftsführer von „Sieben Wochen ohne“, die Aktion im zugehörigen Fastenkalender.

Der Kalender ermutige in diesem Jahr dazu, sich Zeit zu nehmen – für sich und andere Menschen. Wichtige Entscheidungen sollten nicht einfach vom Zaun gebrochen werden. Manche Dinge brauchten mehr Zeit.

So könne man sich zum Beispiel Zeit nehmen, „den Menschen im anderen zu sehen, etwa in der Schlange im Supermarkt, auch wenn man es eilig hat“, schreibt Brummer.

„Alles hat seine Zeit“

Der Fastenkalender regt an, über den eigenen Alltag nachzudenken. Die Wochenthemen sind unter anderem „Alles hat seine Zeit“, „Nicht sofort darauflos schaffen“ und „Nicht sofort drankommen“. Der Kalender ist mit Fotos illustriert, die Menschen in ihrem Alltag zeigen. Zitate von Personen aus Kultur und Gesellschaft, wie Hilde Domin oder Andrea Nahles, laden ein, sich bewusst mehr Zeit im Alltag zu lassen und über das eigene Leben nachzudenken. „Der Sinn des Lebens kann doch nicht sein, eine aufgeräumte Wohnung zu hinterlassen“, wird die Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich zitiert.

Auch Texte aus der Bibel begleiten die Fastenden durch die sieben Wochen. Der bekannte Theologe und Schriftsteller Fulbert Steffensky legt sieben Bibelstellen aus.

„Kann nur gut tun!“

Die Aktion „Sieben Wochen ohne” gibt es bereits seit 1983. Sie lädt ein, Alltag und Lebensgewohnheiten zu überdenken. Die Fastenden verzichten während dieser Zeit auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Süßigkeiten. Andere meiden in dieser Zeit das Internet oder Fernsehen. Der Verzicht soll helfen, eine neue Perspektive auf das eigene Leben zu gewinnen. Laut einer Emnid-Umfrage nehmen jährlich mehr als drei Millionen Menschen an „Sieben Wochen ohne“ teil.

Der Gottesdienst zur Eröffnung der Fastenaktion wird am Sonntag, den 5.März um 9.30 Uhr in der Gethsemanekirche in Frankfurt am Main gefeiert. Das ZDF überträgt den Gottesdienst live, an dem unter anderem Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler teilnimmt.

„Ich freu’ mich drauf: Sieben Wochen lang ausnahmsweise nicht wie der geölte Blitz alles gleich erledigen – sondern sich Zeit nehmen, eins nach dem anderen tun, zwischendurch verschnaufen, ein Päuschen machen, nachdenken. Kann nur gut tun!“, sagte Breit-Keßler in der evangelischen Zeitschrift Chrismon über die Aktion. (pro)

Von: lre

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