Monika Deitenbeck-Goseberg sandte die Christival-Teilnehmer zum Abschlussgottesdienst als Botschafter der Versöhnung in den Alltag
Monika Deitenbeck-Goseberg sandte die Christival-Teilnehmer zum Abschlussgottesdienst als Botschafter der Versöhnung in den Alltag
Jochen Cornelius-Bundschuh, evangelischer Landesbischof in Baden, sah im Christival ein „wichtiges Zeichen” für die Stadt und das Miteinander der Christen
Jochen Cornelius-Bundschuh, evangelischer Landesbischof in Baden, sah im Christival ein „wichtiges Zeichen” für die Stadt und das Miteinander der Christen

Christival: Als Botschafter von Jesus zurück in den Alltag

Am Sonntag ist der christliche Jugendkongress Christival mit einem Abendmahlsgottesdienst zu Ende gegangen. Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg ermutigte die Teilnehmer dazu, als Botschafter von Jesus in den Alltag zu gehen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden.

Über 9.000 Jugendliche und junge Erwachsene besuchten am Sonntag den Abschlussgottesdienst auf dem Christival in Karlsruhe. Das Motto der fünftägigen Konferenz war „Jesus versöhnt“. Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg ermutigte in ihrer Predigt die Zuhörer anhand der Weihnachtsgeschichte dazu, sich mit persönlichen Grenzen und schwierigen Umständen zu versöhnen und mit Gottes Hilfe im Leben voranzugehen.

Am Beispiel von Maria sagte die Theologin: „Versöhne dich mit deinem ‚Nur‘, schlag die Sehnsucht in deinem Herzen nicht tot, sondern sei gespannt, was Gott daraus macht.“ Den Wirt, der Maria und Josef nur einen Platz im Stall anbieten konnte, stellte Deitenbeck-Goseberg als Beispiel dafür vor, kreative Lösungen für Probleme zu finden. Die jungen Zuhörer sollten sich mit dem „Nichts geht mehr“ versöhnen und es zu „Geht nicht gibst nicht“ verwandeln. „Unser Herr hat immer einen Weg. Vorwärts gehen und Dinge ausprobieren ist unser Part, aber er wird Türen öffnen.“

Die Pfarrerin machte deutlich, dass die Versöhnungsbotschaft Gottes mit der Welt zu Weihnachten begann und über Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung in den Himmel führe. Dort sei die Heimat der Christen. Die „Christivaller“ ermutigte sie dazu, dies als Botschafter in den Aufruhr der Welt hineinzutragen und durch ihr Leben anderen Menschen mitzugeben: „Wenn sich in einer Schulklasse einer neben den Gemobbten setzt, dann durchbricht der das System. Wenn einer in der Straßenbahn lächelt, verändert er das Umfeld. Dieser eine darfst du sein.“

Veranstalter: „Einen Nerv getroffen“

Der evangelische badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, der auch zum Kuratorium des Christivals gehört, leitete das Abendmahl zum Abschlussgottesdienst. Er wertete die Veranstaltung als „wichtiges Zeichen: So viele Leute, die engagiert sind, die spannende Fragen stellen. Wir sind aufeinander angewiesen. Wir müssen sehen, dass wir uns begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.“

Die Veranstalter zogen nach dem Kongress ein positives Resümee. Der Erste Vorsitzende des Christivals, Karsten Hüttmann, sagte: „Unser Wunsch war es, durch kreative und innovative Formate die Jugendlichen in ihrem Engagement in Kirche, Gemeinde und Gesellschaft zu fördern und sie durch die geistlichen Angebote in ihrem persönlichen Glauben zu stärken. Wir sagen: Es ist uns gelungen.“ Mit dem Thema „Jesus versöhnt“ habe das Christival einen Nerv getroffen. Viele junge Menschen hätten während der fünf Tage davon berichtet, dass sie zum ersten Mal angefangen hätten, sich mit den negativen Erfahrungen ihrer Biografie zu versöhnen. Auch hätten Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden gemeinsam konkrete Ideen dazu entwickelt, „wie sie zusammen an ihrem Ort die Botschaft der Versöhnung Gottes weitertragen können“.

Der christliche Jugendkongress Christival war von Donnerstag bis Sonntag in Karlsruhe zu Gast. Neben den fast 10.700 Dauerteilnehmern und Mitarbeitern besuchten über 2.900 Tagesgäste das Christival. Es war das sechste Christival. Die meisten Besucher – 33.000 – hatte die Veranstaltung 1996 in Dresden. (pro)

Von: jst

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