Für gewöhnlich bringt der Rapper Snoop Dogg keine christliche Musik heraus

Für gewöhnlich bringt der Rapper Snoop Dogg keine christliche Musik heraus

Rapper Snoop Dogg bringt Gospel-Album heraus

Der amerikanische Rapper Snoop Dogg hat erstmals ein Gospel-Album veröffentlicht. Die Doppel-CD enthält 32 Lieder mit christlichen Texten und ist als Gegenpol zu einer Zeit der Spaltung gemeint, wie der Künstler erklärte.

Der erfolgreiche Rapper, Produzent und Schauspieler Snoop Dogg hat bereits mit vielen Größen der Musik zusammengearbeitet. Er spielte zudem in größeren Filmen mit, etwa in „Training Day“, „Starsky & Hutch“ und „Brüno“. Was seine spirituelle Einordnung angeht, war diese nicht immer eindeutig.

Im Jahr 2009 schloss sich Snoop Dogg der Bewegung „Nation of Islam“ an. Die afroamerikanische Organisation ist einerseits politisch motiviert, andererseits geht es um den Glauben an Allah. Kritiker werfen der Gruppe vor, antisemitisch zu sein.

Nach einer Reise nach Jamaika 2012 erklärte der Künstler, er sei nun zur Religion der Rastafari konvertiert und nannte sich fortan Snoop Lion. Ein Film namens „Reincarnated“, der die Konvertierung dokumentiert, erschien 2013. Zwei Jahre später trat der Musiker wieder unter dem Namen Snoop Dogg auf.

Im Jahr 1994 drehte der Rapper einen Kurzfilm namens „Murder Was the Case“, in dem er ermordet wird, jedoch wieder aufersteht, nachdem er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Von Beginn seiner Karriere an bekannte sich Snoop Dogg als regelmäßiger Konsument von Cannabis. Zeitweise rauche er „80 Tüten“ am Tag, sagte er in einem Interview 2013. Snoop Dogg wurde in seinem Leben mehrmals wegen des Besitzes von illegalen Waffen und Drogen verhaftet. In den 90er Jahren wurde er wegen Mordes angeklagt, er wurde jedoch freigesprochen. Auch in der Porno-Industrie war der Produzent tätig. Die Staaten Australien und Norwegen sowie die Fluglinie British Airways sprachen jeweils für eine gewisse Zeit ein Einreiseverbot wegen Fehlverhaltens gegen den Rapper aus.

Snoops Mutter: „Preist den Herrn!“

Nun überraschte der Rapper mit seinem neuesten Album, das den Titel „Bible of Love“ trägt. Darauf versammelt er 32 seiner Lieblings-Gospelsongs. Einige Größen des Genres sind darauf vertreten wie Tye Tribett, Faith Evans, Kim Burrell, Charlie Wilson, The Clark Sisters und Rance Allen.

In einem Musikvideo ist zu sehen, wie Snoop Dogg in einer Kirche singt:

Snoop Dogg kündigte das Album bereits im Sommer vergangenen Jahres auf Instagram an. Dort zeigte er ein Zitat seiner Mutter, die ihm geschrieben hatte: „Preist den Herrn. Je mehr man mit anderen teilt, umso mehr bekommt man selbst. Ich bin Gott so dankbar für Dich und wie er Dich in die richtige Richtung leitet, um seine Menschen durch das Wort Gottes zu segnen.“ Am selben Tag veröffentlichte der Rapper erste Stücke von seinem neuen Album.

Er sei von seiner verstorbenen Großmutter Dorothy Tate inspiriert worden, die ihm die Gospelmusik nahegebracht habe, sagte Snoop Dogg. Über das Album sagte er: „Das Land befindet sich in einer seiner härtesten Zeiten und ist so gespalten, dass ich ein Album machen wollte, das Liebe und Einheit auf der ganzen Welt verbreitet.“

Von: Jörn Schumacher

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus