Das Pop-Oratorium „Luther” setzt auf viele Sängerinnen und Sänger, die Lust haben, mitzuwirken
Das Pop-Oratorium „Luther” setzt auf viele Sängerinnen und Sänger, die Lust haben, mitzuwirken
Michael Kunze (links) und Dieter Falk erzählen musikalisch die Geschichte der Reformation – und Persönliches aus dem Leben Martin Luthers
Michael Kunze (links) und Dieter Falk erzählen musikalisch die Geschichte der Reformation – und Persönliches aus dem Leben Martin Luthers

Tausend Stimmen für Martin Luther

Am Reformationstag 2015 soll die Geschichte Martin Luthers als Pop-Oratorium uraufgeführt werden. Ein Blick ins Übungsmaterial der Künstler mutet vielversprechend an. Eine Rezension von Lydia Ullrich

Seit dem 25. April proben 3.000 Sänger für die Welturaufführung des Pop-Oratoriums „Luther“ zum diesjährigen Reformationstag in Dortmund. Wer einen Einblick in ihre Arbeit bekommen möchte, kann sich das offizielle Übungsmaterial bestellen. Darunter befindet sich eine CD mit den vorläufigen Versionen von 20 Liedern des Oratoriums. Neben dem Chor werden zwölf Musical-Darsteller zu der Musik eines Sinfonieorchesters und einer sechsköpfigen Band auftreten.

Hinter dem Projekt stecken der erfahrene Musical-Produzent und Texter Michael Kunze („Tanz der Vampire“) und Pop-Produzent Dieter Falk, der die Band „Pur“ produzierte und bei der Castingshow „Popstars“ in der Jury saß. Falk ist sowohl in der christlichen als auch säkularen Musikszene erfolgreich. Er produzierte unter anderem die Band „Monrose“. Seit 1985 brachte Falk mehrere Soloalben heraus und beteiligte sich an vielen Projekten. Kunze und Falk haben 2010 bereits „Die 10 Gebote“ mit mehreren Tausend Sängerinnen und Sängern erfolgreich auf die Bühne gebracht.

„Selber denken, auch gegen die Mehrheit!“

In dem Oratorium erzählen Kunze und Falk, was auf dem Reichstag von 1521 geschah. Martin Luther soll sich wegen seiner kirchenkritischen Schriften vor dem Kaiser verantworten. Am 31. Oktober 1517 hatte Luther seine 95 Thesen zum Ablasshandel veröffentlicht und damit etwas begonnen, was heute als Beginn der Reformation gefeiert wird. Außerdem wird erwähnt, welche Bedeutung der Buchdruck für die Reformation hatte. Wie Luther ein Mönch wurde und welche inneren Kämpfe er während der Zeit durchlebte, findet ebenfalls Erwähnung. Auch die Rolle der Bibel für Luther und seine persönliche Beziehung zu Gott wird wiedergegeben.

Die Musik soll einen mit in das Geschehen dieser Zeit nehmen. Imposante und voluminöse Stücke des Sinfonieorchesters werden mit vielen Elemente der Pop-Musik verflochten und schaffen schöne und eingängige Melodien. Außerdem werden drei Originalchoräle von Martin Luther in dem Pop-Oratorium verwendet, unter anderem „Ein feste Burg ist unser Gott“. Bereits auf der vorläufigen CD mit einem deutlich kleineren Chor sind die Lieder beeindruckend gesungen und sorgen für Gänsehaut. „Traut euch, selber zu denken, so wie es Luther getan hat“, sagte Kunze in einer Ankündigung. Heute werde das Denken häufig vorgegeben – durch die Medien, Trends oder Politik. Viele Lieder des Pop-Oratoriums zeigen, wie wichtig es ist, selber zu denken. Eines der Lieder, in dem Luther über seinen Glauben und sein Gewissen spricht, trägt daher den Titel „Selber denken!“. Für Kunze, dem Texter des Oratoriums, ist dies auch eine der Kernaussagen des Pop-Oratoriums. „Wir neigen dazu, das zu tun, was die Mehrheit für richtig hält. Insofern ist dieser Anspruch, selber zu denken, heute etwas, dem wir nicht überall gerecht werden.“ (pro)

Von: lul

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