„VatiVision ist in Ihrem Land noch nicht verfügbar“, heißt es vorerst auf der Webseite des neuen katholischen Streamingdienstes, wenn man ihn aus Deutschland aufruft.

„VatiVision ist in Ihrem Land noch nicht verfügbar“, heißt es vorerst auf der Webseite des neuen katholischen Streamingdienstes, wenn man ihn aus Deutschland aufruft.

„Vativision“: Das katholische Netflix startet

Am Montag ist der katholische Film-Streamingdienst „Vativision“ gestartet. Für eine monatliche Gebühr können Spielfilme und Dokumentationen zum katholischen Glauben oder über Kunst angesehen werden.

In Italien ist am Montag „Vativision“ online gegangen, ein Film-Streamingdienst ähnlich wie Netflix, der sich allerdings speziell an ein Publikum mit christlichen Werten richtet. Das berichtet Vatican-News. Die Filme lassen sich für 7,99 Euro erwerben oder für 3,99 Euro im Verleih einen Monat lang anschauen. Die bisherigen Beiträge werden nur auf Italienisch angeboten. Untertitel in anderen Sprachen lassen sich vereinzelt aktivieren. „Vativision“ ist vorerst nur in EU-Ländern zu sehen; in jedem Fall müssen Registrierung und Bezahlung über Italien erfolgen. Ein Login aus dem deutschen Internet ist derzeit nicht möglich.

Auf der Webseite www.vativision.com sind Filmproduktionen und Dokus zu vatikanischen und christlichen Kulturgütern zu sehen. Nach Informationen der österreichischen Katholischen Presseagentur (KathPress) sind darunter Porträts der Päpste von Johannes XXIII. (1958–1963) bis Franziskus I., aber auch historische und kunstgeschichtliche Dokumentationen, etwa über das Grabtuch von Turin, Pilgerwege nach Santiago de Compostela, den Wallfahrtsort Lourdes sowie eine Serie über literarische, musikalische und künstlerische Persönlichkeiten aus Mailand. Außerdem gibt es auch Spielfilme mit religiösen Aspekten, etwa über Vincent van Gogh, Franz von Assisi, Leonardo da Vinci, Gian Lorenzo Bernini oder Pablo Picasso. Auch Zeichentrick soll es geben, berichtet KathPress. Es gibt fünf Stufen der Altersklassifizierung.

Es gibt auch Produktionen anderer Originalsprachen wie das Drama „Kreuzweg“ (2014) aus Deutschland oder die französische Produktion „La tete haute“. Der Zugang ist über die Website und über Apps via Smartphone, Tablets oder Smart-TV möglich.

Leiter der neuen Plattform ist der Italiener Luca Tommassini. Er rechnet mit potenziellen 1,3 Milliarden Zuschauern katholischen Glaubens auf der ganzen Welt.

Von: Jörn Schumacher

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