Der britische Schauspieler Anthony Hopkins war einst alkoholsüchtig, doch eine Begegnung mit einer Frau bei den Anonymen Alkoholikern änderte sein Leben

Der britische Schauspieler Anthony Hopkins war einst alkoholsüchtig, doch eine Begegnung mit einer Frau bei den Anonymen Alkoholikern änderte sein Leben

Anthony Hopkins und die Alkoholsucht: „Warum vertraust du nicht Gott?“

Der britische Schauspieler Anthony Hopkins hatte früher mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Doch eine Begegnung bei den Anonymen Alkoholikern mit einer gläubigen Frau befreite ihn von der Sucht, wie er jüngst auf einer Konferenz vor Studenten sagte.

Sir Anthony Hopkins war vor kurzem Gastredner auf der 11. jährlichen Konferenz der Organisation LEAP (Leadership, Excellence and Accelerating Your Potential). Die Non-Profit-Organisation will Studenten bei ihrem Start ins Berufsleben unterstützen. Der Oscar-Gewinner berichtete vor den rund 500 größtenteils jungen Zuhörern, dass er in seiner Jugend zunächst weit davon entfernt gewesen sei, einer der erfolgreichsten Schauspieler seiner Generation zu werden. Als Kind sei er gehänselt worden, in der Schule sei er schlecht gewesen, sagte Hopkins. Schauspieler sei er geworden, weil er sonst „nichts Besseres zu tun“ gehabt habe.

Der Schauspieler, der mit seiner Frau in Malibu lebt, sprach auch über seine frühere Alkoholsucht. Zu jener Zeit sei er ein „ekelhafter und kaputter“ Zeitgenosse gewesen, und in betrunkenem Zustand nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere eine Gefahr gewesen. Dann habe es im Dezember des Jahres 1975 einen Wendepunkt in seinem Leben gegeben. Eine Frau bei den Anonymen Alkoholikern habe ihn wachgerüttelt: „Warum vertraust du nicht Gott?“, fragte ihn die Dame. Von diesem Zeitpunkt an habe er vom Alkohol die Finger lassen können, berichtet Hopkins. Das habe bis heute angehalten. „Ich kann nicht glauben, dass ich dieses Leben führe, das ich führe, denn eigentlich hätte ich damals in Wales betrunken sterben sollen.“

Außerdem gab er den Zuhörern auf eine Zuschauerfrage nach beruflichem und persönlichem Erfolg den Rat: „Wenn man dem Geld hinterherjagt, wird es nicht funktionieren. Und wenn man Erfolg hinterherjagt, wird es nicht funktionieren. Man muss dem hinterherjagen, was man sein möchte, und das so leben, als würde es genau jetzt passieren. Handelt so, als wäret ihr bereits am Ziel, dann wird es so kommen.“

„Ich rief nach Hilfe“

Bereits im Jahr 2011 sagte Hopkins in einem Interview mit Piers Morgan, dass er vom Alkohol nur mit Gott losgekommen sei, obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich erklärter Atheist gewesen sei. „Ich war auf dem Weg in einen zerstörerischen Abgrund. Und dann rief ich leise nach Hilfe, und plötzlich: Peng! Es war, als sei ich von einem Dämon besessen gewesen, eine Abhängigkeit“, sagte der Schauspieler damals.

In einem Interview mit ABC News im Jahr 2014 sagte Hopkins, je älter er werde, desto mehr werde ihm der Glaube an Gott wichtig. Damals spielte er in dem Film „Noah“ von Darren Aronofsky die Figur des Methuselah. Hopkins weiter: „Ich fühle mit jedem Tag, den ich älter werde, dass alles ein Wunder ist. Mein Herz schlägt, meine Lungen atmen. Das ist außergewöhnlich – ein außergewöhnliches Phänomen.“

Wie im vergangenen Jahr bekannt wurde, soll Hopkins in einem Netflix-Film Papst Benedikt XVI. spielen. Papst Franziskus werde im Film von dem „Game of Thrones“-Darsteller Jonathan Pryce gespielt.

Anthony Hopkins wurde 1937 in Wales geboren. Bekannt wurde er vor allem durch seine Darstellung des Hannibal Lecter im Film „Das Schweigen der Lämmer“. Diese Rolle brachte ihm auch einen Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller ein. Die britische Königin verlieh ihm 1993 den Adelstitel des Knight Bachelor.

Von: Jörn Schumacher

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus