Regisseur Paul Verhoeven bei der Berlinale 2017

Regisseur Paul Verhoeven bei der Berlinale 2017

Regisseur Verhoeven: Von Jesus fasziniert

Der Regisseur Paul Verhoeven wird am Mittwoch 80 Jahre alt. Seine Filme waren immer wieder für Skandale gut, auch sexuelle Provokation war für ihn ein Mittel der Wahl. Doch was kaum einer weiß: Verhoeven ist von Jesus fasziniert und besuchte sogar eine Pfingstkirche.

Der Film „Basic Instinct" mit Sharon Stone in der Hauptrolle machte Regisseur Paul Verhoeven berühmt – vor allem die bekannte Szene, in der Stone bei einem Verhör im Minikleid die Beine übereinander schlägt und sichtbar wird, dass sie keinen Slip trägt. Erfolge feierte Verhoeven in seinem Heimatland, den Niederlanden, auch mit „Türkische Früchte“. In dem Film von 1973 gab es deutliche Sexszenen und die Liebesgeschichte erregte Aufsehen.

Was aber kaum jemand weiß: Der Regisseur ist fasziniert von der Figur Jesus Christus. 1966 habe ihn die ungewollte Schwangerschaft seiner Freundin aus der Bahn geworfen, berichtet n-tv.de. Verhoeven hatte eigentlich Mathematik und Physik studiert, lernte bei einem Aufenthalt in Frankreich jedoch das Metier Film kennen und war davon begeistert. Die Nachricht von der Schwangerschaft habe ihn ratlos gemacht. Zufällig sei er dann in den Gottesdienst einer Pfingstkirche geraten und habe dort ein „Jesus-Erlebnis“ gehabt. Auch wenn seine Faszination für Jesus geblieben sei, sei der Besuch der Pfingstkirche „nur ein kurzes heftiges Intermezzo“ gewesen.

Neuestes Projekt ist eine lesbische Nonne

Im Jahr 2009 veröffentlichte Verhoeven das Buch „Jesus: Die Geschichte eines Menschen“. Im Vorfeld besuchte er von 1985 und 2005 eine Versammlung von Historikern und Vertretern, die die Bibel wissenschaftlich erforschen. Außerdem habe er mitten in Hollywood Bibelexegese betrieben und Thesenpapiere geschrieben. Für sein Buch schrieb Verhoeven dann auf, was er über die historische Gestalt Jesus herausfand. „Ohne den theologischen Überbau der Evangelien" habe sich Verhoeven mit den Fragen beschäftigt, wer Jesus war und wofür er stand, berichtete damals die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Am 18. Juli ist der Regisseur 80 Jahre alt geworden. Sein Jesus-Buch hat er bisher noch nicht verfilmt. Vor kurzem begann er mit der Arbeit an einem Film mit kirchlichem Bezug: In „Benedetta“ geht es um eine lesbische Nonne während der Renaissance in Italien. Der Film beruht auf einem Roman der amerikanischen Historikerin Judith C. Brown über das Leben der lesbischen Nonne Benedetta Carlini.

Von: Swanhild Zacharias

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