Auch in Jordanien beten die Christen der Bewegung „The Last Reformation” für die Menschen, die sie treffen

Auch in Jordanien beten die Christen der Bewegung „The Last Reformation” für die Menschen, die sie treffen

In diesem Film spricht Sänger Lou Bega über seine Bekehrung

Wenn Menschen die Kraft Gottes persönlich erleben, treten religiöse Regeln in den Hintergrund. Diese und andere Botschaften vermittelt der Film „The Last Reformation II: The Life” auf anschauliche Weise. Unter jenen, die im Film wie durch ein Wunder durch Gebet verändert werden, ist auch der Sänger Lou Bega, bekannt durch den Hit „Mambo No. 5“. Eine Filmkritik von Jörn Schumacher

Bereits 2016 kam der erste Teil mit dem Titel „The Last Reformation – The Beginning“ heraus. Er ist bei YouTube zu sehen und wurde dort seit der Veröffentlichung über eine Million Mal angeklickt. „Dieser Film hat zahlreiche Menschen dazu gebracht, Jesus radikal zu folgen“, schreiben die Verantwortlichen. Nun kommt mit „The Last Reformation II: The Life” die Fortsetzung. Er kann noch bis zum 31. März kostenlos bestellt werden, um ihn in Vorführungen zu zeigen. Der Film sei kostenlos, weil schließlich auch das Evangelium kostenlos sei, schreiben die Macher. „Es war ziemlich teuer, den Film zu machen, aber wir haben gesehen, dass Gott für das Geld sorgt und uns zur rechten Zeit Talente gegeben hat. Er ist gut!“ Der 114 Minuten lange Film kommt am 31. März 2018 bei YouTube und auf DVD in 25 Sprachen heraus.

„The Last Reformation II: The Life” begleitet eine Gruppe von Evangelisten der christlichen Bewegung „The Last Reformation“ in verschiedene Länder, darunter Kanada, Deutschland, USA, Jordanien, Brasilien und Südafrika. Immer wieder sprechen sie Menschen auf der Straße an, erzählen ihnen von Jesus, vor allem aber beten sie für sie, oftmals kommt es zu Heilungen. Sehenswert sind die bewegenden Momente mit einer Kamera festgehalten.

Lou Bega durch Gebet wie neu geboren

In Deutschland treffen die Christen auch David „Lou“ Bega, der vor allem durch den Welthit „Mambo No. 5“ 1999 bekannt wurde. Der Sänger war auf einer Urlaubsreise zum Glauben gekommen, als er begann, in der Bibel zu lesen. „Ich merke, das ist die Wahrheit, nach der ich schon so lange gesucht hatte.“ Voller Fragen wandte er sich an „The Last Reformation“, und sie beteten für den Star. Der Leiter der Gruppe erklärte Bega den Glauben und betete auch für ihn und seine Familie und Angestellten. Dieser Moment ist auch im Film festgehalten. „Ich fühlte mich danach wie ein neugeborenes Baby“, sagt Bega vor Glück strahlend im Interview. „Du weißt in dem Moment einfach, dass Gott Dir alle Deine Sünden vergeben hat. So muss sich Adam im Garten Eden gefühlt haben. Es war der beste Moment meines Lebens.“ Daraufhin ließ sich Bega auch von den Christen taufen.

Gründer der Bewegung „The Last Reformation“ ist der dänische Prediger Torben Søndergaard, der mit seiner Frau Lene Søndergaard und seinen drei Kindern beim Jesus-Hotel in Aalborg lebt. Der Name des Netzwerkes geht zurück auf ein Buch, das Søndergaard 2011 schrieb, und das von dem Wiederfinden der Wahrheit in der Kirche handelt. In Bezug auf die Reformation Martin Luthers sagt der dänische Prediger: „Wir haben weiterhin ein funktionierendes Kirchensystem, aber wo ist das Leben? Das Leben, das Jesus geführt hat, geleitet vom heiligen Geist, wo Menschen freigesetzt und geheilt werden, und wo Dämonen ausgetrieben werden?“ Er fügt hinzu: „In der Kirchengeschichte gab es einige kleinere und größere Reformationen, wo Dinge, die durch das Erstarken der Römisch-Katholischen Kirche verloren gegangen sind, wiederentdeckt wurden“, sagt Søndergaard im Film. „Viele der Dinge, die die Jünger zur Zeit des Neues Testaments getan haben, sehen wir heute nicht mehr in der Kirche. Wir brauchen eine neue Reformation!“

Das Netzwerk „The Last Reformation“ veranstaltet Übungswochenenden, genannt Kickstarts, bei welchen „normale Leute dazu ausgerüstet werden, das unkomplizierte und übernatürliche Leben Jesu und seiner Jünger zu leben“. Außerdem gibt es fünf „Training Schools” und drei Jesus-Cafés in verschiedenen Ländern. Bei YouTube gibt es zahlreiche Videos, die zeigen, wie die Gruppe von „The Last Reformation“ für Menschen auf der Straße betet und teilweise Heilungen passieren.

Die deutsche Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen hatte bereits im vergangenen Jahr eine kritische Einschätzung zur Bewegung veröffentlicht. Frank Lüdke von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg kritisiert darin einen „plakativen überheblichen Selbstanspruch, die ultimative, ‚letzte‘ Reformation darzustellen“, außerdem würden Aussagen zur Sündlosigkeit und Vollmacht "teilweise überbetont oder missinterpretiert“. Der Experte schreibt weiter: „Aufgrund der Kirchenkritik treten viele Anhänger aus bestehenden Kirchen aus, ohne dass man aber selbst eine klare, zukunftsweisende Ekklesiologie vorzuweisen hat.“ Die Bewegung „The Last Reformation“ biete letztlich kein umfassendes theologisches Gesamtsystem, sondern kreise um die gelebte Praxis weniger pfingstlerischer Glaubensinhalte, ist Lüdke überzeugt, und er warnt: „Obwohl die Anhänger vielfach bewundernswerten Einsatz, Mut und geistliche Hingabe zeigen, besteht die Befürchtung, dass ihr Engagement vielfach eher zu einer individualisierten Erlebnissucht und zu Spaltungen anstatt zu einer nachhaltigen Reformation des Christentums führt.“ Dieser Hintergrund sollten sich Zuschauer bewusst machen.

Dennoch: Der professionell gemachte Film mit dem sperrigen Titel, aber wunderschönen Aufnahmen von verschiedenen Orten auf der Welt zeigt, wie einfach die Botschaft von Gott eigentlich ist und welche Kraft Gott durch seinen heiligen Geist verbreiten kann. Außerdem scheint es am Ende nicht wichtig zu sein, welcher Kirche jemand angehört, wenn er den Opfertod Jesu annimmt.

Positiv sticht zudem hervor, dass Søndergaard zwar der Initiator der Bewegung „The Last Reformation“ ist, nicht jedoch ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt wird. Egal, wohin die Mitarbeiter der Gruppe kommen, immer steht Gott im Mittelpunkt, der zu den ganz normalen Menschen kommt, um sie zu heilen.

Von: Jörn Schumacher

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