Ein Gemälde von August Noack aus dem Jahr 1867 stellt den Disput Martin Luthers mit dem Schweizer Reformator Huldrych Zwingli dar

Ein Gemälde von August Noack aus dem Jahr 1867 stellt den Disput Martin Luthers mit dem Schweizer Reformator Huldrych Zwingli dar

Leben des Reformators Zwingli kommt ins Kino

Eine Schweizer Produktionsfirma will das Leben des Reformators Huldrych Zwingli in die Kinos bringen. Der Film soll im Frühjahr 2019 erscheinen.

Den Schweizer Huldrych Zwingli führte ein Streit über das Wesen des Abendmahls im Jahr 1529 in Marburg mit Martin Luther an einen Tisch. Es blieb beim einzigen Treffen der beiden Reformatoren. Das Leben des Eidgenossen, der 1484 im heutigen Kanton St. Gallen geboren wurde, wird nun im Rahmen des Reformationsjubiläums von der Schweizer Produktionsfirma C-Films verfilmt. Nach Angaben auf der Firmenhomepage soll das Werk ein Film „über Mut und Visionen, über den Kampf für die eigenen Ideale und über die Fragen, ab welchem Zeitpunkt man sich selber verrät", werden.

Nach Angaben des St. Galler Tagblatt vom Dienstag wird der Film unter dem Titel „Zwingli – der Reformator" Anfang 2019 in die Kinos kommen. Demnach beteiligen sich das schweizerische Bundesamt für Kultur, die Evangelische Landeskirche des Kantons Zürich und das Schweizer Fernsehen SRF an den Produktionskosten. Ein Teil der Kosten in Höhe von umgerechnet 5,1 Millionen Euro wird durch Crowdfunding finanziert. Einem Bericht des Senders 3sat zufolge beteiligt sich zudem die Zürcher Kantonalbank an der Finanzierung des Filmprojektes.

Auf Anfrage von pro teilte das Finanzinstitut mit: „Als Staatsbank des Kantons Zürich nehmen wir mit der Unterstützung des Kinospielfilms eine wichtige kulturhistorische Verantwortung wahr und ermöglichen der Zürcher Bevölkerung den Zugang zu einem Stück Schweizer Geschichte.“ Das Leben des Reformators soll in dem Film nicht nur aus der Perspektive der Hauptperson, sondern auch aus der Sicht der Ehefrau Zwinglis, Anna Reinhart, geschildert werden. Die Rolle wird Marthe Keller spielen, Max Simonischek soll unter der Regie von Stefan Haupt den Zürcher Reformator verkörpern. Die Dreharbeiten für den historischen Film beginnen im Frühjahr 2018.

Auf der Grundlage der Theologie Zwinglis ging, ausgehend von den schweizer Städten Bern, Basel und St. Gallen, die reformierte Kirche hervor. Die unterscheidet sich unter anderem in der Abendmahlslehre vom Katholizismus und der von Luther geprägten Kirchen. Zwingli verstand das Abendmahl als rein zeichenhafte Bekenntnishandlung, Luther vertrat hingegen die Auffassung, dass Christus bei der Feier des Abendmahls real gegenwärtig sei. Bei dem Religionsgespräch im Oktober 1529, das auf Einladung des Landgrafen Philipp des Großmütigen auf dem Marburger Schloss stattfand, konnten die Reformatoren keine Einigung erzielen. (pro)

Von: nob

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