Film: Missionare sterben für ihren Glauben

In den 50er Jahren wurden fünf Missionare in Ecuador brutal von Indianern ermordet. Dabei wollten sie nur eines: ihnen vom christlichen Glauben erzählen. Im Mai erscheinen in Deutschland gleich zwei Filme, die die Geschichte der amerikanischen Christen neu aufrollen.

Als Jim Elliot 1956 mit einer einfachen Propellermaschine in einer Bucht mitten im ecuadorianischen Dschungel landet, geht für ihn ein Lebenstraum in Erfüllung. Endlich wird er auf den berüchtigten Huaorani-Stamm treffen, eine Gruppe von Indianern, die dafür bekannt ist, Fremden besonders aggressiv zu begegnen. Ihnen will Elliot von Jesus erzählen. Für sie will er, gemeinsam mit seinen vier Mitstreitern, eine Bibel in die lokale Indigosprache übersetzen. Doch Elliots Traum endet mit seinem Tod. Noch bevor er Kontakt zu den Indianern aufnehmen kann, bringen sie ihn und die anderen vier Missionare um.

"Ich will kein langes Leben haben"

Das Leben von Jim Elliot endet am 8. Januar 1956. Bis heute ist er vor allem für Christen in den USA ein Vorbild. Denn Elliots Traum, den Huaorani das Evangelium zu bringen, wird nach seinem Tod doch wahr. Seine Frau Betty setzt seine Arbeit gemeinsam mit den Hinterbliebenen der anderen Missionare fort. "Meine Hoffnungen und Pläne hätten keine bessere Lenkung und Erfüllung finden können, als Gott sie mir gegeben hat", soll sie in dieser Zeit in ihr Tagebuch geschrieben haben. Zwei Jahre nach Beginn ihres Einsatzes hat sich der Stamm der Huaorani grundlegend verändert. Hatten sie früher nahezu jeden Fremden getötet, liegt die Mordrate im Stamm mittlerweile bei 90 Prozent. Schließlich legen die Indianer sogar ihren vormaligen Namen ab. Fortan nennen sie sich Waodani.

"Ich will kein langes Leben haben, sondern ein erfülltes Leben." Das hat Jim Elliot schon als Student in sein Tagebuch geschrieben. Zahlreiche Filme und Bücher lassen sein Vermächtnis, und das der mit ihm getöteten Missionare Peter Fleming, Ed McCully, Nate Saint und Roger Youderian, dennoch fortbestehen. Im kommenden Mai erscheinen im Verlag "Stiftung Christliche Medien" (SCM) gleich zwei Filme, die das Leben des amerikanischen Missionars beleuchten.

Zwei Filme zeigen Geschichte der Missionare

"Durch den Tod versöhnt" ist die deutsche Übersetzung eines bereits 2005 gedrehten Spielfilms, der die Geschichte von Elliots missionarischem Einsatz in Ecuador erzählt. Im Mittelpunkt steht Steve Saint, der Sohn des ebenfalls getöteten Nate Saint. Steve macht sich auf die Suche nach den Huaorani und trifft schließlich auf den Mörder seines Vaters. Mit dem Film gab die amerikanische Produktionsfirma "Every Tribe Entertainment" ihr Spielfilmdebut. Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben, hat eine Länge von 111 Minuten und wird 16,95 Euro kosten.

Zwei Jahre zuvor brachte "Every Tribe" auch den Film "Jenseits der Herrlichkeit" heraus. Auch diese übernimmt SCM nun für den deutschen Markt. Die Dokumentation zeigt Fotos des missionarischen Einsatzes und Interviews mit den Familien der Ermordeten und Indianern. "Wir haben sehr viel schreckliches getan, bevor sie uns das Evangelium von Jesus Christus brachten. Jetzt gehen wir seinen Weg", wird einer der Indianer im Film zitiert. Außerdem berichtet die Tochter eines Missionars von dem Treffen mit den Mördern ihres Vaters. "Ich wusste, ich liebte diese Menschen", erklärt die Frau. Auch die Dokumentation ist für Jugendliche ab zwölf Jahren geeignet. Der 90-minütige Film soll 12,95 Euro kosten.

Auch bei SCM: Hörspiel, Erzählung und Tagebuchauszüge Elliots

"Bote Gottes im Regenwald" (8,95 Euro) ist ein Hörspiel, das bereits im Januar dieses Jahres erschien und die Geschichte der Missionare aufgreift. Elisabeth Elliot gab außerdem Auszüge aus den Tagebüchern ihres Mannes frei. Anfang 2008 erschienen diese in Buchform unter dem Titel "Im Schatten des Allmächtigen" (5,90 Euro). Schon 1999 erzählt das Buch "Unternehmen Auca" (3,50 Euro) von dem Indianerstamm der Huaorani, die auch Auca, übersetzt "Barbaren", genannt wurden. Das Hörbuch und die Bücher sind ebenfalls bei SCM erhältlich. (PRO)

Von: aw

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus