"Narnia"-Nachfolger feiert Erfolge in den USA

Vor wenigen Tagen ist der zweite Teil der Filmreihe "Die Chroniken von Narnia" nach dem Roman des christlichen Autors C.S. Lewis in den amerikanischen Kinos angelaufen. Nachdem bereits der erste Teil "Der König von Narnia" vor drei Jahren zu einem der erfolgreichsten Filmen aller Zeiten wurde, landete auch sein Nachfolger sofort auf der Bestenliste der aktuellen amerikanischen Kinofilme.

Die zweite Verfilmung der Reihe von C.S. Lewis lief am 16. Mai in den amerikanischen Kinos an. Und das äußerst erfolgreich: Mit einem Einspielergebnis von 56 Millionen Dollar hat das Fantasy-Abenteuer am vergangenen Wochenende die Spitze der US-Charts erklommen. Die erste Verfilmung "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia", war mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 745 Millionen Dollar einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. In Deutschland schauten sich fast 4 Millionen Besucher erste Verfilmung der Bestseller-Reihe an.

Das Buch des britischen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers erschien bereits 1951 unter dem Originaltitel "Prince Caspian". Am 31. Juli wird die Romanverfilmung unter dem Titel "Die Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia" in den deutschen Kinos anlaufen. Der 144-minütige Film soll wie der erste Teil laut der Produktionsfirma "Walt Disney" auch in Deutschland ein großer Erfolg werden.

Die Filmemacher standen vor der Herausforderung, ein beliebtes Buch mit einer eher langsamen Handlung in einen unterhaltsamen, modernen Film zu verwandeln und die geistliche Botschaft dabei beizubehalten. Im Sequel kehren die Pevensie-Geschwister nach Narnia zurück, wo sie ein episches Märchen des Glaubens, der Freundschaft und der Familie unter der dunklen Herrschaft des bösen König Miraz erleben. Die Kinder begegnen im Laufe des Films unter anderem einem hilfsbereiten Zwerg, einem korrupten König und einem jungen Prinzen, der seinen rechtmäßigen Anspruch auf den Thron wahrnehmen möchte - um Ordnung, Gerechtigkeit, Wahrheit, Güte und Freude im magischen Land widerherzustellen.

Prinz Kaspian - Ähnlichkeiten mit C. S. Lewis?

Nach Meinung des amerikanischen Professors und Autors Devin Brown ist Prinz Kaspian von allen Charakteren der "Chroniken von Narnia" dem Autor C. S. Lewis am ähnlichsten. Es gebe viele Parallelen zwischen beiden. So vergleicht der Lewis-Experte etwa die Eltern beider Figuren: Die Mutter des jungen Kaspian ist bereits früh gestorben und sein böser Onkel, König Miraz, tötete heimlich Kaspians Vater. Auch Lewis verlor seine Mutter schon sehr früh. Lewis' Vater lebte allerdings, bis er erwachsen war. Doch war sein Vater emotional distanziert und überließ ihn wie Kaspian meistens sich selbst. Eine weitere Gemeinsamkeit sei die Liebe zu Märchen, die sowohl Lewis als auch sein Charakter Kaspian hätten. Kaspians unersättliche Sehnsucht nach den alten Tagen Narnias spiegelten das Verlangen wider, das Lewis selbst hatte.

Als der König Miraz die Märchen des Kindermädchens, die in Wirklichkeit gar keine waren, verbietet und ein neues Kindermädchen sucht, stellt er Doktor Cornelius ein, der Kaspian genau das gibt, was er braucht. In ähnlicher Weise wurde auch der junge Lewis von seinem Tutor William Kirkpatrick trainiert und geführt. Beide Lehrer waren sehr beliebt und hatten großen Einfluss auf ihre Zöglinge. Das deutlichste Element, das Lewis und Kaspian miteinander teilen, ist ihre Sehnsucht nach einer anderen Welt, die ihr gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen vermag. In einer dramatischen Richtungsänderung offenbart Doktor Cornelius Kaspian: "Alles, was du über das alte Narnia gehört hast, ist wahr." In der gleichen Weise sah Lewis durch die Hilfe von J. R. R. Tolkien und anderen, dass die biblische Geschichte kein Mythos ist, den er mochte, sondern ein Mythos, der "Tatsache wurde".

Unbestreitbar ist die Tatsache, dass Lewis vor allem in den englischsprachigen Kreisen mit seinen zahlreichen christlichen Büchern große Beachtung gefunden hat. Vor allem das unter dem Originaltitel "Mere Christianity" (1952) erschienene Buch "Pardon, ich bin Christ" ist im deutschsprachigen Raum eines der bekanntesten Werke Lewis'.

Douglas Gresham: "Besser als der Vorgänger"

In einem Interview mit dem Magazin "Christianity Today" sagte Douglas Gresham, Co-Produzent und Stiefsohn Lewis', über die Qualität der zweiten Narnia-Verfilmung: "Es ist ein fantastischer Film. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es ist ein Film, der die grundlegende Botschaft Prinz Kaspians - zurück zu Wahrheit, Glauben, Ehre und Gerechtigkeit nach einem Jahrtausend der Korruption in Narnia -, sogar noch stärker als das Buch schildert. Ich hasse es fast zu sagen, aber ich denke, es ist ein besserer Film als ' Der König von Narnia'. 'Prinz Kaspian von Narnia' startet mit einer schlechteren Handlung als der Vorgänger, aber es stellte sich heraus, möglicherweise ein besserer Film zu sein."

Von: D. Höly

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