Die Autorin Susann Pásztor (2.v.re.) mit Landesbischof Ralf Meister von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Hannovers (li.) und Sabine Horn (stellvertretende Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg) und Landesbischof Cornelius-Bundschuh

Die Autorin Susann Pásztor (2.v.re.) mit Landesbischof Ralf Meister von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Hannovers (li.) und Sabine Horn (stellvertretende Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg) und Landesbischof Cornelius-Bundschuh

Sterbebegleitung: Buch, das nicht traurig macht

Die Berliner Autorin Susann Pásztor hat am Mittwoch in Karlsruhe den Evangelischen Buchpreis erhalten. Sie gewann die Auszeichnung mit ihrem Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, der sich mit dem Thema Sterbebegleitung beschäftigt.

Die Preisträgerin des Evangelischen Buchpreises 2018 heißt Susann Pásztor. Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, überreichte ihr am Mittwoch die Auszeichnung. Die Jury begründete die Vergabe damit, dass Pásztor einen Roman über Sterbebegleitung geschrieben hat, „der nicht traurig macht, sondern mit viel Humor Lust aufs Leben weckt“.

Sabine Horn, stellvertretende Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg, erklärte in ihrer Laudatio, die Preisträgerin habe „ein Fenster geöffnet, um den Lesern und Leserinnen, um der Gesellschaft einen Einblick in das Sterben von Menschen, in die verschiedensten und ganz individuellen Auseinandersetzungen mit dem Leben und Sterben zu geben“. Auch habe Pásztor ein „Fenster geöffnet in die Hospizbewegung hinein“.

„Anders auf Leben und Tod schauen“

Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, sagte, er schaue nach der Lektüre des Buches „anders auf Leben und Tod“. Er dankte besonders jenen, die sich in den evangelischen Büchereien engagieren und „der Freude am Lesen ein begeistertes Gesicht geben“. Diese seien „Orte der Begegnung“ und prägten eine „lebendige Kultur des Austauschs“.

Die Autorin ist selbst in der Hospizbewegung ehrenamtlich aktiv

In dem Roman trifft der frisch ausgebildete Hospizbegleiter Fred auf die schwerkranke Karla, die ganz andere Vorstellungen von ihren letzten Lebenswochen hat als er. Pásztor, die selbst eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlossen hat und seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig ist, gibt dabei einen intensiven Einblick in die Hospizarbeit und die unterschiedlichen Wege, mit dem bevorstehenden Tod umzugehen.

Die Autorin ist 1957 in Soltau geboren. Sie studierte Kunst und Pädagogik und lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman „Ein fabelhafter Lügner“ erschien 2010, wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 vom Dachverband evangelischer öffentlicher Büchereien, dem Evangelischen Literaturportal, verliehen.Ausgezeichnet werden Bücher, die anregen, über sich selbst, das Miteinander und das Leben mit Gott neu nachzudenken. Neben dem Sieger wurden zwölf weitere Romane, Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher empfohlen. Zur Jury gehören vier Mitarbeitende evangelischer Bibliotheken, zwei Jugendliche, zwei Theologen und die Geschäftsführung des Evangelischen Literaturportals an. Der Evangelische Buchpreis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Von: Johannes Weil

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