Der Bildband erläutert, wie Heinz-Horst Deichmann auf die Idee kam, sich für die Ärmsten in Indien und Tansania zu engagieren.
Mit seiner Arbeit will Deichmann den Teufelskreis von Kinderarbeit und Verwahrlosung unterbrechen.
In regelmäßigen Abständen besucht der Unternehmer die Mitarbeiter und sucht das Gespräch mit ihnen.

Bildband über Deichmann-Hilfswerk

"Da kann man nur weglaufen oder helfen" - zu diesem ernüchternden Fazit kam der Unternehmer Heinz-Horst Deichmann bei seinem ersten Besuch in Indien. Er entschied sich zum Helfen und gründete vor mehr als 30 Jahren das Hilfswerk "Wortundtat". Dessen Arbeit ist jetzt in einem Bildband dokumentiert.

Der Presse-Fotograf Rüdiger Fessel hat Deichmann in den vergangenen beiden Jahren auf seinen Reisen zu Projekten in Indien und Tansania begleitet. Daraus ist ein Bildband entstanden, der die Notwendigkeit der Arbeit aufzeigt und Hoffnung machen soll. Denn die Fakten sprechen eine andere Sprache: Von 100 in Indien geborenen Kindern existieren 65 offiziell gar nicht, weil sie keine Geburtsurkunde haben. Sechs Prozent werden ihren ersten Geburtstag nicht erleben. Nur ein Viertel aller Kinder wird die Grundschule abschließen. Im weltweiten Vergleich hat das Land trotzdem die meisten Milliardäre und Millionäre.

Kinderarbeit und Verwahrlosung verhindern


"Ich habe gemerkt, dass man nicht über die Botschaft der Bibel sprechen kann, ohne innere Bewegung", schreibt Deichmann in dem Buch. Der Unternehmer ist deswegen häufig vor Ort unterwegs und begleitet die Mitarbeiter. Die Bilder zeigen ein breites Spektrum der Arbeit, von Schul- und Berufsausbildung für 14.000 Kinder, der Integration Behinderter in den Alltag und dem Aufbau mobiler und ambulante Kliniken.

Das mit mehr als 100 Bildern illustrierte Buch zeigt strahlende Kinderaugen, obwohl für viele von ihnen Schulgeld, Kleidung, Hefte und andere Dinge des täglichen Lebens nicht bezahlbar sind. Die Jobs, mit denen sie sich über Wasser halten, sind gefährlich. So sieht man einen Jungen in 40 Meter Höhe ungesichert auf einem Kalkofen seine Arbeit verrichten.

Um Kinderarbeit und Verwahrlosung zu verhindern, werden Kindertagesstätten eingerichtet. Die Kinder haben dort Zeit einfach "nur" zu spielen Insgesamt werden mit den Projekten 4.250 Säuglinge und Kleinkinder mit je ein Viertel Liter Milch pro Tag versorgt. Die Älteren sollen die Möglichkeit haben eine Ausbildung zu absolvieren. Auch Glaubensfragen werden im Gespräch mit den Menschen thematisiert.

Textbeiträge von Parzany und Malessa


Im Tunduru-Distrikt im Süden Tansanias, wo Wasser oft Mangelware ist, hat Deichmann mit seinem Hilfswerk ein Krankenhaus aufgebaut und bietet kostenlose medizinische Betreuung an. Ein weiterer Schwerpunkt in Tansania liegt auf einer umfangreichen Sozialarbeit. Die Bilder zeigen: Überall in der Region wächst auch geistliches Leben. Im letzten Kapitel stellen die Autoren das neueste Projekt in Moldawien vor, wo das Gesundheitssystem völlig marode ist.

Das Buch enthält außerdem Textbeiträge von Ulrich Parzany, dem Leiter des europaweiten Missionsprojekts "ProChrist", und von Hörfunk- und Fernseh-Journalist Andreas Malessa und seiner Schwester Hanna Schott.

Heinz-Horst Deichmann (Hrsg.), Hoffnung geben! Wie Hilfe zur Selbsthilfe in Indien und Tansania möglich ist, SCM R. Brockhaus 14,95 Euro, 130 Seiten, ISBN 3-417-26314-X.

Von: JW

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