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Kritik an Weihnachtsmarkt für Schwule und Lesben

Weihnachten ist für alle da - auch für Homosexuelle. Doch immer mehr Großstädte in Deutschland rufen einen Weihnachtsmarkt speziell für Schwule und Lesben ins Leben. Dagegen haben die "Freien Wähler Frankfurt" nun Protest eingelegt.
Von PRO

Foto: www.pink-christmas.de

Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Erstmalig erwähnt wurde er 1393. Im Jahr 2012 gibt es eine Neuerung: Der Friedrich-Stoltze-Platz in der Frankfurter Innenstadt ist zu "Pink Christmas" gestaltet worden, zu einem Weihnachtsmarkt speziell für homosexuell empfindende Menschen. Wie "Welt Online" berichtet, finden sich dort etwa 15 Stände, doch die seien keineswegs nur für die angesprochenen Zielgruppe vorbehalten, sagte der Geschäftsführer der "Tourismus+Kongress"-GmbH Frankfurt, Thomas Feda, am Montag. Auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt, der am 26. November öffnete, erwartet die Stadt Frankfurt etwa drei Millionen Besucher bis zum 23. Dezember.

Auch Köln bietet unter dem Namen "Christmas Avenue" in diesem Jahr zum ersten Mal einen Schwerpunkt für Schwule und Lesben. "Köln gilt als Deutschlands Hauptstadt der Schwulen und Lesben, gut zehn Prozent der Einwohner sind Schätzungen nach homosexuell", teilte die Stadt im Internet mit. Auch wenn der Schwerpunkt auf der schwul-lesbischen Community liege, so seien doch auch jeder sexuell anders Orientierte willkommen. Wie der "Kölner Stadtanzeiger" berichtet, soll der Zusatzmarkt zwischen der Sparkasse am Rudolfplatz und der Schaafenstraße zwischen dem 26. November und dem 24. Dezember stehen. Neben Glühwein und Gebäck soll es hier auch Stände mit Kunstartikeln sowie Infostände zu Themen geben, "die die Szene interessieren", berichtet der "Kölner Stadtanzeiger".

Travestie-Show neben Krippe

Auch in Hamburg gibt es dieses Jahr unter dem Namen "Winter Pride" ein Weihnachtsmarkt für Homosexuelle. In München wurde erstmals 2005 ein Weihnachtsmarkt für Homosexuelle eingerichtet. "Pink Christmas" gibt es in diesem Jahr zum achten Mal. "Aus der Gay Community Münchens entstanden, ist er ein attraktiver Treffpunkt nicht nur für die schwul-lesbische Szene – hier feiert die ganze Nachbarschaft mit und auch Familien sind gern gesehen", heißt es auf der Webseite zum "etwas anderen Weihnachtsmarkt" im Glockenbachviertel. Wie bereits in den vergangenen Jahren stellen die Veranstalter der Münchner Aids-Hilfe wieder ein Info-Zelt zur Verfügung, berichtet "Muenchen.de". Außerdem gibt es ein Unterhaltungsprogramm mit Travestiekünstlern, Kabarettisten, DJs oder Schlagersängern.

Unmut bei den "Freien Wählern Frankfurt"

Die "Freien Wähler Frankfurt" sehen den Start eines speziellen Weihnachtsmarktes in ihrer Stadt skeptisch. "Weihnachten ist ein christliches Fest", erinnern die Politiker in einem Text auf ihrer Webseite. "Ohne die Geburt des Jesus von Nazareth, dessen Leben, Lehre, Tod und Wiederauferstehung, ohne das Christentum würde es Ende Dezember vielleicht ein anderes Fest hierzulande geben, aber nicht Weihnachten, wie wir es kennen." Weiter heißt es: "Jesus ist bekanntlich für uns irdische Sünder als Opferlamm Gottes am Kreuz gestorben, für die Reichen, die Armen, die Starken, die Schwachen, für Frauen wie Männer, für die Gerechten und die Ungerechten, gewiss nebenbei auch für Hetero- und Homosexuelle." Bislang sei Letzteres nicht unbedingt erwähnenswert gewesen, jedenfalls nicht im Zusammenhang mit Weihnachten.

"Aller Wahrscheinlichkeit nach, ja mit Sicherheit wird dagegen kein Protest der staatsfrommen, auch den absurdesten Zuckungen des Zeitgeistes scheunentoroffenen Amtskirchen laut werden", heißt es, aber es werde viele Christen geben, die nicht verstehen wollen, "warum Homosexuelle ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt in besonderer, räumlich sogar abgesonderter Weise präsent sein sollen", so die "Freien Wähler". Weihnachten sei offenbar längst "das wichtigste Volkskonsumfest zur Steigerung des Bruttosozialprodukts" geworden. Nun solle offenbar die Bevölkerungsgruppe der Schwulen und Lesben gesondert umworben werden. (pro)
http://freie-waehler-frankfurt.de/artikel/index.php?id=425
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