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„Krisenmanagement der Kirche ist optimierbar“

Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und gläubige Katholikin Julia Klöckner hat mit der Bild am Sonntag über die Fastenzeit, das Image der katholischen Kirche und den ersten weiblichen Papst gesprochen. Die Politikerin bekannte sich zum Gebet vor wichtigen Entscheidungen.
Von PRO

Foto: www.julia-klöckner.de

„Die Kirche hätte nicht 2000 Jahre überlebt, wenn sie jeden Trend mitgemacht hätte“, sagte Klöckner in dem Öffnet externen Link in neuem FensterInterview. Gleichwohl müsse sich die Kirche den Bedürfnissen der Menschen zuwenden und deren Sprache sprechen, gerade auch die Sprache der Frauen. Bei Missbrauchsfällen dürfe es kein Relativieren mehr geben: „Das Krisenmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche sind durchaus optimierbar, wenngleich ich auch nichts davon halte, wenn sie sich dem Zeitgeist anbiedern wollte. Aber es gibt sympathische Kirchenvertreter, warum werden nicht sie in die Talkshows geschickt?“

Auf die Frage, was ihr bei der Modernisierung der Kirche besonders wichtig sei, erklärte Klöckner: „Dass zum Beispiel wiederverheiratete Geschiedene zur Eucharistie zugelassen werden. Wenn ein Mörder an den Tisch des Herren zugelassen ist, was ich richtig finde, aber jemand, der sich von seinem Partner getrennt und neu verheiratet ist, nicht, dann ist das unbarmherzig.“

„Diakonat der Frau ist angebracht“

Vom Rücktritt des Papstes habe sie auf einem Rosenmontagszug in Mainz erfahren, berichtet die Politikerin, die auch zum Bundesvorstand der CDU gehört. Eine Antwort auf die Frage, wann eine Frau Papst werde, gab Klöckner nicht: „Für mich ist das nicht die zentrale Frage. Ich halte aber das Diakonat der Frau für angebracht. Warum sollte die Kirche auf die Fähigkeiten von Frauen verzichten?“ In Zukunft werde es darum gehen, Menschen für die Botschaft von Jesus zu begeistern. Dazu gehöre auch die Glaubwürdigkeit von Gottes Bodenpersonal.

Zu ihrem persönlichen Glaubensleben sagte Klöckner, dass sie auch vor manch politischer Entscheidung ein paar Gedanken „nach oben schicke“. Während der Fastenzeit verzichte sie auf Gummibärchen und Alkohol. Ihr Lieblingsvers in der Bibel passt dazu, dass sie 1995 zur Deutschen Weinkönigin gewählt wurde: „Im Neuen Testament schreibt Markus: ,Neuer Wein gehört in neue Schläuche‘ – durchaus eine politische Botschaft.“ (pro)

http://www.bild.de/politik/inland/julia-kloeckner/warum-findet-die-cdu-jetzt-ploetzlich-die-schwulen-ehe-gut-29246404.bild.html
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