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Kreative und Technikfans bauen an der Kirche von morgen

Ein Hackathon hat 50 Projekte innerhalb von 48 Stunden für die digitale Kirche von morgen hervorgebracht. Darunter eine Plattform für digitale Jugendarbeit, ein „GabenNetz“ und ein „Bibelgewitter“.
Von Norbert Schäfer
Der Hackathon hat innovative Ideen und Konzepte für Glauben und Gemeinschaft in der Kirche hervorgebracht

Foto: https://glaubengemeinsam.de

Der Hackathon hat innovative Ideen und Konzepte für Glauben und Gemeinschaft in der Kirche hervorgebracht

Auf Anregung der Jugenddelegierten der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) haben sich Technikbegeisterte und Kreative bei einem Online-Hackathon getroffen. Dabei sind 50 Projekte zur Weiterentwicklung von Kirche und Glauben im digitalen Raum entstanden.

Hackathon ist ein Begriff aus der Soft- und Hardwareentwicklung und beschreibt dort zeitlich begrenzte Sitzungen, bei denen die Teilnehmer gemeinsam an Problemen arbeiten und Lösungsstrategien entwickeln. Bei der Aktion haben sich am Wochenende aus rund 100 Ideen insgesamt 50 Projekte durchgesetzt, mit deren Umsetzung in virtuellen Arbeitsgruppen direkt begonnen wurde.

Der Hackathon fand größtenteils in der Form von Videokonferenzen statt. Ziel der 48-stündigen Veranstaltung unter dem Hashtag #glaubengemeinsam war, „gemeinsam Ideen und Träume für die Zukunft der Kirche“ auszutauschen und einen „Prototyp von Glauben in Gemeinschaft“ im digitalen Raum zu entwickeln.

Mit-Initiatorin: „Geile Hood, geile Ideen, geile Projekte, geiles Wochenende“

Zu den Projekten gehören unter anderem „YOUth“, eine interaktive Plattform für digitale Jugendarbeit und „Ora@Labora“, ein christlicher Co-Workingspace im Internet. Mit dem „Bibelgewitter” wollen die Initiatoren jeden Morgen automatisch einen Bibelvers twittern. Das „GabenNetz” soll unter den mehr als 40 Millionen Christen in Deutschland ein Kompetenz-Netzwerk aufbauen, damit sich Menschen solidarisch, überregional und überkonfessionell bei der täglichen Gemeindearbeit unterstützen können und mehr Zeit für kreative und spannende Projekte bleibt.

Nach Angaben der Mit-Initiatorin des Hackathons, Anna-Nicole Heinrich aus Regensburg, haben rund 750 Leute teilgenommen. 650 davon seien als Teilnehmer dabei gewesen, 80 als Mentoren und 20 Personen waren mit Organisation und Moderation betraut.

Anna-Nicole Heinrich ist Masterstudentin der Studiengänge „Digital Humanities“ sowie „Menschenbild und Werte“ Foto: Anna-Nicole Heinrich
Anna-Nicole Heinrich ist Masterstudentin der Studiengänge „Digital Humanities“ sowie „Menschenbild und Werte“

„Wir sind gerade noch dabei, die eingereichten Projekte zu sichten“, sagt sie. Derzeit werde überlegt, wie möglichst viele Projektideen in eine Realisierungsphase begleitet werden können. Aus Heinrichs Sicht hat sich die Aktion gelohnt: „Es sind tolle Projekte auf den Weg gebraucht worden.“ Viele Mitarbeiter in den Projekten hätten sich gleich für diese Woche wieder zur gemeinsamen Weiterarbeit verabredet. Unter dem Label #glaubengemeinsam wollen die Initiatoren des Hackathon nun versuchen, weiter präsent zu bleiben und zudem eine Plattform für „coole Ideen“ aufbauen. Heinrichs Fazit bis hierher: „Geile Hood (Anmerkung: Gemeinschaft), geile Ideen, geile Projekte, geiles Wochenende.“

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, freute sich über die vielen entstandenen Ideen und dankte den Initiatoren und mehr als 750 Menschen, die „sich über #glaubengemeinsam verbunden haben und die gemeinsam für unsere Kirche kreativ geworden sind“.

Von: Norbert Schäfer

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