Wie Trump wohl vor dem Frühstück aussieht? Jürgen Mette sinniert über Politikerfrisuren

Wie Trump wohl vor dem Frühstück aussieht? Jürgen Mette sinniert über Politikerfrisuren

Haarige (Amts-)Angelegenheiten

Jürgen Mette sinniert über die Haarpracht aktueller und nicht mehr ganz aktueller Führungsmänner. Vorsicht, Satire!

Es war nicht (nur) die Frisur des Ex-Präsidenten, die mich irritiert hat. Wie hat es der blonde Machthaber immer wieder geschafft, sein nicht mehr so ganz vitales Haupthaar so akkurat zu fixieren? Er muss offenbar über einen Barbier verfügt haben, der vorzüglich mit Fön und Spray der Marke Pattex umzugehen wusste und der dem mächtigsten Mann der Welt das Haupt geziert hat. Es war die tiefe Symbolik dieser täglich neu hergerichteten Haarpracht, ohne die er sicher nicht vor die Kameras getreten wäre.

Dieses haarige Kunstwerk hat alle Orkanböen überstanden. Und wenn er sich mal wieder wie ein Büffel im Porzellanladen benommen hat, dann habe ich ihn mir vorgestellt, wie er vor dem Frühstück ausgesehen hätte. Das hat meine Sorge schlagartig halbiert. Ich habe mich immer aufgeregt, wenn er zum Hubschrauber eilte und in der Gefahr stand, dass die bereits hochtourig laufenden Rotoren ihm sein Markenzeichen vom Kopf geschnitten hätten. Aber das wenigstens ist ihm erspart geblieben. Der Barbier und Leibfriseur wird ihm sicher weiter zu Verfügung stehen.

Mit Merkel ums Kanzleramt joggen

Sein Kollege Boris „Brexit“ Johnson, der Struwwelpeter unter den Blondinen der Politik, hat sich anders entschieden als sein großer Bruder im fernen Washington. „Stormy Boris“ läuft im Sturm zur Hochform auf. Man erkennt ihn sofort in jeder Menschenansammlung. Immer nur dem blonden Strohhaufen auf zwei Beinen folgen. Wer sagt ihm, dass sich im House of Lords für widerspenstige Frisuren immer noch große Bestände verstaubter Perücken befinden? Aber Brexit-Boris hat andere Sorgen. Wie hält er die Gourmets bei Laune, die im Musterland der Nouvel Cuisine dringend auf die biologischen Öko-Zutaten aus tiergerechter Bodenhaltung vom Festland warten und langsam unpässlich reagieren? Nie wieder zurück zu Fish & Chips!

Ganz anders der neue Mann im White House. Mit schütterem, weißen Haupthaar jumpt er mit seinen 78 Jahren locker und entspannt zum Helikopter und zum Rednerpult, ganz wie sein demokratischer Vorvorgänger Barak Obama. Wenn er jumpt, dann stelle ich ihn mir beim Jogging mit Angela Merkel rund ums Kanzleramt vor. Die beiden werden sich verstehen.

Danke für den Humor meiner Leser!

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