Pastor Mitch Hescox, Chef eines Umweltnetzwerks US-Evangelikaler, sagt: „Man spricht mit Menschen nicht über Klimawandel und Wissenschaft, weil es ihnen egal ist. Aber wenn man ihnen erklärt, welchen Einfluss dies auf ihre Gesundheit hat, dann beginnen sie sich dafür zu interessieren.“

Pastor Mitch Hescox, Chef eines Umweltnetzwerks US-Evangelikaler, sagt: „Man spricht mit Menschen nicht über Klimawandel und Wissenschaft, weil es ihnen egal ist. Aber wenn man ihnen erklärt, welchen Einfluss dies auf ihre Gesundheit hat, dann beginnen sie sich dafür zu interessieren.“

Christen darf Umwelt nicht egal sein

Amerikanische Christen interessieren sich nicht für die Umwelt oder nur dann, wenn Verschmutzung und Klimawandel ihre Gesundheit gefährden. Das geht aus einer Datenanalyse hervor. Doch jeder Christ ist durch die Bibel aufgefordert, sich um die Schöpfung zu kümmern. Ein Kommentar von Stefanie Ramsperger

Christen in den USA interessieren sich nicht für die Umwelt. Das hat der amerikanische Politikprofessor David Konisky herausgefunden. Dafür analysierte er Daten, die das Meinungsforschungsinstitut Gallup zwischen 1990 und 2015 erhoben hatte. Er kommt – entgegen anderslautender Behauptungen – zu der ernüchternden Erkenntnis, dass amerikanische „Christen der Umwelt nicht mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen, sondern, im Gegenteil, weniger“.

Zwar würden sich Organisationen und Kirchenleitungen durchaus um Umweltschutz bemühen, diese Bestrebungen kämen aber nicht bei den Menschen an. Deren Aufmerksamkeit für Umweltthemen werde immer geringer. Die Studie erscheint in der Fachzeitschrift Environmental Politics.

Konisky macht einen einzigen Aspekt aus, der die Menschen aufrüttelt und sie für Umweltthemen sensibilisieren kann: wenn Umweltverschmutzung und Klimawandel ihre Gesundheit gefährden. Pastor Mitch Hescox, der Chef eines beschaulichen Umweltnetzwerks US-Evangelikaler, sagte: „Man spricht mit Menschen nicht über Klimawandel und Wissenschaft, weil es ihnen egal ist. Aber wenn man ihnen erklärt, welchen Einfluss dies auf ihre Gesundheit hat, dann beginnen sie sich dafür zu interessieren.“ Dahinter steckt ein Prinzip, das Journalisten bei ihrer Berichterstattung oft berücksichtigen: die eigene Betroffenheit. Was die Menschen persönlich betrifft, dem schenken sie ihre Aufmerksamkeit.

Dabei sollte gerade für Christen die Bewahrung der Schöpfung ein Herzensanliegen sein. In Genesis 2,15 gibt Gott allen Menschen den Auftrag, die Erde zu bewahren. Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr den Ausstieg der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verkündete, waren es gerade seine christlich-konservativen Anhänger, die kein Problem mit dem Schritt hatten. „Als Christ glaube ich, dass es einen Schöpfergott gibt, der viel größer ist als wir“, sagte der Republikaner Tim Walberg damals bei einer öffentlichen Veranstaltung im Bundesstaat Michigan über den Klimawandel. „Und ich vertraue darauf, dass sich Gott, falls es wirklich ein Problem gibt, darum kümmert.“

Gott könnte sich zweifellos kümmern. Allerdings irrt Herr Walberg, wenn er unterstellt, dass Gott dies über das hinaus tun müsste, was er schon getan hat. Jeder Christ, auch derjenige, der sich nur dann betroffen fühlt, wenn es um seine eigene Haut geht, ist bereits durch die Bibel von Gott aufgefordert, sich um die Schöpfung zu kümmern. Damit sie sich – mit seiner Hilfe – selbst kümmern können, hat Gott den Menschen ihren Verstand gegeben. Das gilt für Christen weltweit.

Von: Stefanie Ramsperger

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