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Klug werden in Stuttgart: Kirchentag 2015 eröffnet

Bei strahlendem Sonnenschein hat am Mittwoch Kirchentagspräsident Andreas Barner in Stuttgart den 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag eröffnet. Bundespräsident Joachim Gauck sieht im Kirchentag ein „Motivationstraining für alle“.
Von PRO
Gauck sagt in seiner Rede während des Eröffnungsgottesdienstes über Menschen, die aus dem Glauben leben: „Sie suchen Antworten, die sie zum Handeln befähigen“

Foto: pro

Gauck sagt in seiner Rede während des Eröffnungsgottesdienstes über Menschen, die aus dem Glauben leben: „Sie suchen Antworten, die sie zum Handeln befähigen“
An dem Eröffnungsgottesdienst des 35. Kirchentages auf dem Stuttgarter Schlossplatz vor dem Neuen Schloss nahmen am Mittwoch mehrere Zehntausend Besucher teil. Der Kirchentag steht in diesem Jahr unter dem Motto „damit wir klug werden“ (Psalm 90,12). Die Predigt hielt der württembergische Landesbischof Frank Otfried July. „Herr lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden. Schwäbisch gesagt – mit großem Ernst: Ein Glaubenscleverle werden!“, sagte July bei seiner Ansprache. In einem Grußwort an die Festversammlung bezeichnete Bundespräsident Joachim Gauck den Kirchentag als einen inspirierenden Ort der Begegnung. „Kirchentage sind Motivationstraining für alle, die nicht an den großen Problemen der Zeit vorbeisehen wollen“, sagte Gauck. In vielen Teilen der Welt seien die Menschen belastet von Armut, Ungerechtigkeit, Friedlosigkeit, Intoleranz und Umweltzerstörung. „Und Menschen, die aus dem Glauben leben, wollen angesichts dessen nicht Zuschauer sein. Sie suchen vielmehr Antworten, die sie zum Handeln befähigen“, erklärte der Bundespräsident. „Ich bin hier nicht nur auf einem Kirchentag, sondern auf einem Festival des Ehrenamtes“, sagte Gauck und würdigte das freiwillige Engagement von Bürgern und Kirchentagshelfern.

„Politik und Gesellschaft brauchen Kirchen“

An der zentralen Eröffnungsfeier nahmen neben Bundespräsident Joachim Gauck auch Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), der katholische Landesbischof Gebhard Fürst und der Oberbürgermeister der Stadt, Fritz Kuhn (Grüne), teil. Fürst ermutigte die Kirchentagsbesucher, „Zeugnis zu geben von der Hoffnung, die Menschen erfüllt.“ Fürst sieht im Kirchentag auch einen Impuls für das ökumenische Miteinander. Kretschmann rief den Besuchern zu: „Es ist Kirchentag, und das ist gut so.“ Kretschmann richtete einen Appell an die Kirchentagsbesucher: „Es kann nicht heißen, dass wir nachdenken, bis wir nicht mehr leben“. Bei den Herausforderungen, die vor der Politik, der Gesellschaft und der Kirchen stünden, brauche es „Menschen, die an etwas glauben.“ Die Politik und die Gesellschaft bräuchten die Kirchen, sagte der Landesvater. Kuhn wünschte sich, dass seine Stadt durch den Kirchentag in ein „Gefäß der Klugheit“ verwandelt würde. „Wir empfangen sie mit offenen Armen“, rief das Stadtoberhaupt den Besuchern zu. Die Kirchentagsorganisatoren dankten Kuhn, der sich persönlich dafür eingesetzt hat, dass rund 10.000 Privatquartiere für die Gäste zur Verfügung gestellt werden konnten. Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung warteten die Veranstalter mit einem bunten Straßenfest unter dem Motto „Gugg gscheid nâ!“ (aus dem Schwäbischen etwa: Schau genau, aufmerksam, klug hin!) in der Stuttgarter Innenstadt auf, zu dem rund 250.000 Teilnehmer erwartet werden. Nach Angaben des Veranstalters haben sich rund 100.000 Dauerteilnehmer zu dem protestantischen Laientreffen angemeldet. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/detailansicht/aktuell/kirchentag-mit-wommy-wonder-im-regenbogen-zentrum-92252/
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