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Klinikleiter nach Streit um Abtreibungen entlassen

Weil ein niedersächsischer Klinikleiter zu seinem Chefarzt hält, der keine Abtreibungen durchführen will, hat das auch für ihn persönliche Konsequenzen. Der Klinikkonzern spricht von „unüberbrückbaren Differenzen“.
Von PRO
Der Klinikleiter der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik hatte an seinem Chefarzt der Gynäkologie festgehalten, als dieser erklärte, keine Abtreibungen durchzuführen. Nun müssen beide die Klinik verlassen.

Foto: Capio Deutsche Klinik GmbH

Der Klinikleiter der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik hatte an seinem Chefarzt der Gynäkologie festgehalten, als dieser erklärte, keine Abtreibungen durchzuführen. Nun müssen beide die Klinik verlassen.

Im Fall um den Chefarzt der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik in der niedersächsischen Stadt Dannenberg gibt es eine neue Entwicklung. Nachdem sich der im vergangenen Dezember eingestellte Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Thomas Börner, entschieden hatte, keine Abtreibungen in seiner Abteilung vorzunehmen, rief das Kritik bei Politik, Medien und Verbänden hervor. Börner bot daraufhin seine Kündigung an. Er, der Mitglied einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) ist, verlässt die Klinik zum 31. März.

Wie die evangelische Nachrichtenagentur idea berichtet, sieht die deutsche Zentrale des schwedischen Capio-Konzerns, der die Klinik in Dannenberg betreibt, auch Handlungsbedarf beim Klinikleiter Markus Fröhling. Der stellte sich während des Konflikts hinter seinen Chefarzt. Die Nachrichtenagentur zitiert in diesem Zusammenhang den Geschäftsführer der deutschen Zentrale, Martin Reitz: „Nach den Entwicklungen der vergangenen Woche haben sich aus Sicht der Geschäftsführung nunmehr unüberbrückbare Differenzen für die weitere Zusammenarbeit ergeben.“ Der Capio-Konzern trennt sich von dem Klinikleiter. (pro)

Von: mm

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