Papst Leo XIV. hat am Samstag beim Friedensgebet im Petersdom ein Ende des Iran-Kriegs gefordert. „Schluss mit dem Krieg!“, erklärte das Oberhaupt der Katholischen Kirche vor rund 8.000 Menschen. Es sei Zeit für den Frieden.
Der amerikanische Papst nannte keine Namen, monierte aber, dass die Regierenden dieser Welt „ohne Recht und ohne Gnade“ Leben vernichten und dabei unberechenbare „Allmachtsfantasien“ umsetzen würden. Religion dürfe nicht für Gewalt missbraucht werden: „Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des Lebens, wird für Todesreden herangezogen.“
„Wer betet, tötet nicht!“
Der Papst wünscht sich, das die Menschen einander wieder zuhörten, statt sich zu bedrohen: „Wer bete, töte nicht und drohe nicht mit dem Tod.“ Er sei sich seiner Grenzen bewusst. Wahre Stärke zeige sich „im Dienst am Leben“. Die Menschen müssten miteinander reden. Leo XIV. hatte am Dienstag die Drohung Trumps, den Iran auszulöschen, als „inakzeptabel“ bezeichnet.
Bereits „ein Fünkchen Glaube“ genüge, um gemeinsam als Menschheit „dieser dramatischen Stunde der Geschichte zu begegnen“, zitiert ihn katholisch.de. Es müsse Schluss sein mit der Zurschaustellung der Macht. Immer wieder litten vor allem Kinder in den Konfliktgebieten, von denen er viele Briefe erhalte: „Lasst uns wieder an die Liebe, an Mäßigung und an gute Politik glauben“, forderte der Papst.