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Kirchliche Digital-Projekte ausgezeichnet

Der kirchliche Dienstleister ECKD KIGST mit Sitz in Offenbach am Main hat Projekte von Kirchenmitarbeitern während des Corona-Lockdowns prämiert. Insgesamt vier Preise gingen an Internet-Streams, Fernsehgottesdienste und einen Bibel-Krimi-Podcast.
Von Jörn Schumacher
Die Preisverleihung fand am 7. September 2020 (unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen) im ECKD Event- und Tagungszentrum in Kassel statt.

Foto: ECKD KIGST GmbH

Die Preisverleihung fand am 7. September 2020 (unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen) im ECKD Event- und Tagungszentrum in Kassel statt.

Die ECKD KIGST GmbH ist ein Dienstleister für Kirche, Diakonie und Caritas. In dem Betrieb arbeiten über 250 Mitarbeitende an sieben Standorten in Deutschland in der Beratung, und Durchführung von Projekten, in der Verwaltung, im Bereich IT oder im Finanzmanagement. Am 7. September prämierte das Unternehmen in Kassel Projekte aus dem Bereich der Kirche während der Corona-Pandemie. Viele Pfarrer sowie Haupt- und Ehrenamtliche in Kirche und Wohlfahrt seien in dieser Zeit kreativ geworden und hätten „neue Wege gefunden, um weiterhin für ihre Gemeinden da zu sein“, teilte das Unternehmen mit.

Die Pandemie habe einen „Digitalisierungsschub“ im kirchlichen Umfeld ausgelöst, so habe es zahlreiche Online-Gottesdienste, Live-Streams, gemeinsames Online-Singen oder ähnliche innovative Ideen gegeben. „Nie waren die Chancen der Digitalisierung so offensichtlich wie jetzt, um weiterhin die Erfüllung des Auftrags in den Gemeinden sicherzustellen“, teilte die ECKD KIGST GmbH mit.

Den 1. Preis (ein iPad) bekam Pfarrer Johannes Böttner von der Evangelischen Kirchengemeinde Niedenstein-Wichdorf überreicht. „Mit dem Verbot von öffentlichen Gottesdiensten begann er, Online-Gottesdienste mit einem hohen kommunikativen Faktor auf die Beine zu stellen“, heißt es zur Begründung. Teilnehmer können an diesen Gottesdiensten mitwirken, indem sie in den Tagen vor dem Gottesdienst Audio- und Videodateien oder Textbeiträge zu einem vorgegebenen Thema einreichen. Die Inhalte werden dann in den liturgischen Ablauf eingebracht. „Die Gottesdienstzuschauer haben die Möglichkeit, andere Menschen zu sehen, ohne ihnen im Raum zu begegnen“, betonte die Jury. Der Live-Chat erzeuge ein Gemeinschaftsgefühl. Das Projekt sei mittlerweile in der ganzen Region verortet, auch nach dem Lockdown sei das digitale Angebot erhalten geblieben.

Podcast mit biblischen Kriminalgeschichten

Der 2. Preis (ein Samsung-Handy) ging an Pfarrer Michael Meyer zu Hörste von der Evangelischen Kirchengemeinde Neustadt. In dessen Gemeinde wurden in der Passionszeit in Zusammenarbeit mit den beiden Nachbargemeinden und dem lokalen Fernsehsender NECtv vier Fernsehgottesdienste aufgezeichnet und im lokalen Fernsehen ausgestrahlt. Auf einer Facebook-Seite wird zudem jeden Samstag um 12 Uhr das wöchentliche Online-Fürbittengebet direkt aus der Kirche ausgestrahlt. Damit würden oftmals vierstellige Aufrufzahlen erreicht, heißt es von den Veranstaltern. Täglich um 18 Uhr werde zudem für fünf Minuten ein Abendgebet live über Facebook gestreamt und dann auf die Internetseite der Kirchengemeinde gestellt. Das Video steht anschließend weiter auf Facebook zur Verfügung. Außerdem gibt es täglich einen zweiminütigen Impuls für den Tag, der sowohl auf Facebook als auch auf YouTube zu sehen ist.

Der 3. Preis, ein Kopfhörer, wurde zweimal vergeben. Zum einen ging der Preis an die Diakonin Birgit Görmann von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rosenheim. Sie dachte sich einen monatlichen Podcast aus, bei dem es um biblische Kriminalgeschichten geht. Ein Jurist beantwortet im Anschluss an die Hörspiele jeweils Fragen zum Thema, und eine Theologin erläutert den Bibeltext. Zum anderen erhielt Alexandra Glaßer von der Verwaltung der EKHN den 3. Preis. Glaßer unterstützte während des Lockdowns alleinerziehende Mütter von Kindern mit Schwerstbehinderung durch Videokonferenzen. Sie sprach ihnen Mut, Zuversicht und Hoffnung zu.

Von: Jörn Schumacher

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