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Kirchenblätter bei Jugend unbekannt

Jeder vierte Deutsche kennt christliche Sonntagsblätter oder Kirchenzeitungen. Unter jungen Menschen ist diese Nische innerhalb der christlichen Presse jedoch weitgehend unbekannt. Und es kommt zu zum Teil kuriosen Verwechslungen.
Von PRO
Sonntagsblätter werden hauptsächlich von älteren Menschen gelesen, sagt eine neue Erhebung. Und gelegentlich werden sie mit dem Wachtturm verwechselt

Foto: Orlando Bellini|Fotolia

Sonntagsblätter werden hauptsächlich von älteren Menschen gelesen, sagt eine neue Erhebung. Und gelegentlich werden sie mit dem Wachtturm verwechselt
Jeder vierte Deutsche kennt evangelische oder katholische Kirchen- und Bistumszeitungen wie Der Sonntag oder Die Kirche. Vier Prozent, also jeder fünfundzwanzigste Bundesbürger, lesen sie. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen des Instituts TNS Emnid im Auftrag der Agentur für konfessionelle Medien „Konpress“. Von April bis August führten die Forscher persönliche Interviews mit über 5.000 deutschen Bürgern ab 14 Jahren. Von den Lesern der kirchlichen Medien ist jeder dritte ein zahlender Abonnent. Viele der Angebote sind kostenlos. Die Leserschaft besteht zu etwa gleichen Teilen aus Männern und Frauen, ist eher hoch gebildet, finanzstark und mehrheitlich im Rentenalter. Knapp 60 Prozent der Leser sind 60 und älter, lediglich drei Prozent sind zwischen 14 und 29. In dieser Altersgruppe erkennen vier von fünf Befragten nicht einmal dann eine Kirchen- oder Bistumszeitung, wenn sie ihnen vorgelegt wird. Etwa vier von zehn Bundesbürgern der Generation 60plus kennen mindestens eines der konfessionellen Printprodukte. Unter den 30- bis 59-Jährigen liest etwa jeder zehnte eine solche Zeitung.

Viele hielten „Wachtturm“ für christlich

Wer eine kirchliche Zeitung bezieht, kommt überproportional häufig aus ländlichen Gegenden, besonders aus Bayern und Baden-Württemberg. Neun von zehn Lesern sind evangelisch oder katholisch. Knapp die Hälfte besucht regelmäßig Gottesdienste und ein Drittel ist in einer Kirchgemeinde engagiert. Offenbar sollten die Macher der Blätter etwas mehr Wert auf Trennschärfe zu anderen Religionen legen. Denn die Studie gibt auch an, dass unter den Befragten des öfteren vom „Wachtturm“ als konfessioneller Zeitung die Rede gewesen sei. Dabei ist das Blatt das offizielle Organ der Zeugen Jehovas. (pro)
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