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Kirchen erschüttert über Terror in Paris

Vertreter der Evangelischen und der Katholischen Kirche haben sich über die Anschlägen in Paris am Freitagabend erschüttert gezeigt. Die Angriffe seien „ein Anschlag auf alle Menschen“. Die geistlichen Würdenträger riefen Christen zum Gebet auf.
Von PRO
Heinrich Bedford-Strohm betet für die Opfer der Terroranschläge in Paris

Foto: pro/Anna Lutz

Heinrich Bedford-Strohm betet für die Opfer der Terroranschläge in Paris
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Kardinal Reinhard Marx, riefen nach den Anschlägen und der Geiselnahme in Paris am Freitagabend zum Gebet auf. Die Kirchenvertreter sagten am Samstag: „Wir sind tief erschüttert über die hasserfüllte Welle der Gewalt in Paris. In diesen Stunden gilt unsere Anteilnahme den Opfern und Angehörigen. Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen, ist für uns Christen Zeit zu beten. Wir beten für die Opfer!“ Frankreichs Staatspräsident François Hollande machte unterdessen am Samstagmittag die Terrormiliz Islamischer Staat für die Gewalt in Paris verantwortlich. Bedford-Strohm und Marx sprachen sich für ein Zusammenstehen gegen den Terror aus: „Die Anschläge von Paris sind letztlich ein Anschlag auf alle Menschen und auf Europa. Als Christen und über Religionen und Weltanschauungen hinweg werden wir trotz des Terrors zusammenstehen.“

Papst: Anschläge von Paris „Teil“ des Dritten Weltkriegs

Papst Franziskus hat bestürzt und tief betroffen auf die Terroranschläge reagiert. Am Samstag sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi laut Radio Vatikan: „Wir sind erschüttert von dieser neuen Demonstration irrsinniger terroristischer Gewalt und des Hasses, die wir gemeinsam mit dem Papst auf die radikal möglichste Art und Weise verurteilen.“ Sie beteten für die Opfer und das ganze französische Volk. Es handele sich um einen „Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit, der eine entschlossene uns solidarische Reaktion von uns allen verlangt“. Auf die Frage, ob mit den Anschlägen der Dritte Weltkrieg in Stücken fortgesetzt werde, vor dem Franziskus bereits oft gewarnt hatte, sagte Franziskus dem Sender TV2000 der italienischen Bischofskonferenz: „Das ist ein Teil davon.“

Merkel: „Wir leben von der Nächstenliebe“

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Samstag, dass Deutschland mit Frankreich mitfühle und trauere. Deutschland werde Frankreich beim Kampf gegen die Terroristen unterstützen. „Als Bürger“ gibt es laut Merkel eine „klare Antwort“ an die Terroristen: „Wir leben von der Mitmenschlichkeit, von der Nächstenliebe, von der Freude an der Gemeinschaft. Wir glauben an das Recht jedes Einzelnen – an das Recht jedes Einzelnen, sein Glück zu suchen und zu leben, an den Respekt vor dem anderen und an die Toleranz. Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror“. Die Kanzlerin rief die Bürger auf, den Terroristen die Antwort zu geben, „indem wir unsere Werte selbstbewusst leben und indem wir diese Werte für ganz Europa bekräftigen – jetzt mehr denn je.“ (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/wie-christen-auf-die-anschlaege-in-paris-reagieren-94061/
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