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Kirchen entsenden Seelsorger für Olympioniken

Zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro entsenden die Kirchen Seelsorger zur Unterstützung der deutschen Sportler. Die Athleten erhalten zudem ein Begleitheft der Kirchen, aus dem sie Kraft schöpfen sollen.
Von PRO
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Die Olympischen Spiele 2016 finden unter den Augen der Christusstatue in Rio de Janeiro statt
Die Olympischen Spiele 2016 finden unter den Augen der Christusstatue in Rio de Janeiro statt
Seelsorger beider Kirchen werden auch in diesem Jahr den deutschen Sportlern bei den Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zur Seite stehen. Das haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Für die katholische Kirche sind Diakon Rolf Faymonville und der deutsche Auslandspfarrer in Rio de Janeiro Georg Pettinger vor Ort, von evangelischer Seite die Pfarrer Thomas Weber und Christian Bode. Als Seelsorger sollen die Geistlichen den Athleten jederzeit zur Verfügung stehen, Gottesdienste im Athletendorf und im Deutschen Haus anbieten und „für vertrauliche Gespräche“ bereitstehen. Die katholische und evangelische Kirche entsenden seit 1972 Seelsorger zu den Olympischen Spielen. In diesem Jahr finden die Wettkämpfe vom 5. bis zum 21. August 2016 in Rio de Janeiro in Brasilien statt. Im Anschluss daran werden am gleichen Ort vom 7. bis zum 18. September 2016 die Paralympics ausgetragen. Die deutschen Sportler bekommen bei der Einkleidung in Hannover noch ein geistliches Begleitheft ausgehändigt mit dem Titel „Mittendrin“. Das Heft wurde gemeinsam von der katholischen und der evangelischen Kirche erstellt. „Wer die Anspannung und Hektik der Spiele kennt, weiß, wie wichtig Augenblicke der Ruhe und Besinnung sind, um neue Kräfte zu sammeln“, heißt es in dem Impulsheft. „Mittendrin“ ist nach Angaben der Herausgeber „als geistliches Trainingsbuch“ gedacht und bietet den Sportlern biblische Texte, Gebete und Meditationen. „Mögen Sie Ihnen eine Anregung zur Besinnung und zum Innehalten und Verweilen sein“, wünschen Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm im Geleitwort und erklären: „Wer in Momenten höchster Anspannung lebt, braucht Augenblicke der Entspannung und Ruhe, um neue Kraft zu tanken. Deshalb haben die Olympiaseelsorger diese Mittendrin-Broschüre zusammengestellt.“ Die christliche Organisation „Sportler ruft Sportler“ (SRS) wird sich in Rio de Janeiro ebenfalls um die deutschen Athleten kümmern. „SRS wird mit einer Mitarbeiterin in Rio vor Ort sein“, erklärte SRS-Leiter Hans Günter Schmidts auf Anfrage von pro. Bettina Schellenberger, die nach SRS-Angaben bereits in London im olympischen Dorf als Seelsorgerin dabei war und unabhängig von Olympischen Spielen als Mentorin Athleten zur Verfügung steht, wird in Brasilien besonders die Sportler unterstützen, die schon länger mit SRS in Kontakt sind. Neben dem Begleitheft der Kirchen steht den Athleten auch die Sportlerbibel „MORE“ zur Verfügung, die von SRS in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben wird. „SRS ist sehr dankbar über die gute Zusammenarbeit mit dem Olympiapfarrer der EKD, Thomas Weber, und freut sich über die gemeinsamen Veranstaltungen, wie sie in London praktiziert wurden“, sagte Schmidts. Besonders verbunden ist SRS mit Athleten, die an den paralympischen Spielen teilnehnehmen. Im Juni absolvierte die Basketball-Rollstuhlnationalmannschaft ihr Trainingslager vor Rio im SRS Zentrum Glockenspitze in Altenkirchen. Olympische Spiele und Paralympics sind nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, mehr als reine Sportereignisse. „Sie finden nicht im luftleeren Raum statt, sondern haben stets auch etwas mit dem Land zu tun, das sie ausrichtet“, erklären sie in dem Heft. Marx und Bedford-Strohm verweisen zudem auf die zwei Seiten Brasiliens. Neben Stränden, wertvollen Naturschutzgebieten und Sambagruppen seien auch die Favelas, dort leben Menschen mit geringen Chancen im Leben. Beide Kirchen weisen mit eigenen Projekten wie „Olympia in Brasilien – Menschen im Fokus“ und „Rio bewegt. Uns.“ darauf hin, dass Hoffnung und Frieden, Fairness und Nachhaltigkeit, Erfolg und Leistung erhofft werden „in einem Land großer sozialer Spannungen“. (pro)
http://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/detailansicht/aktuell/christen-beherbergen-die-hall-of-fame-des-deutschen-sports-93427/

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