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„Kirchen-App“ erhält Auszeichnung

Im Zeitalter von Smartphones und Tablets soll die „Kirchen-App“ Interesse wecken für die Architektur, Geschichte und geistliche Prägung evangelischer Kirchengebäude. Der multimediale Führer im Taschenformat hat nun für seine Innovationskraft einen Preis erhalten.
Von PRO
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So sieht eine virtuelle Führung der Hauptkirche St.Jacobi in Hamburg aus

Foto: ekd.de/kirchenapp

So sieht eine virtuelle Führung der Hauptkirche St.Jacobi in Hamburg aus
Die „Kirchen-App“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wurde bei dem Wettbewerb der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet. Die Bundesregierung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben die Initiative ins Leben gerufen, um die „Attraktivität des Standorts Deutschland“ zu fördern und „Innovationen aus Deutschland zu mehr Bekanntheit im In- und Ausland zu verhelfen“. Grund für die Entwicklung der „Kirchen-App“ sei die wachsende Verbreitung von Smartphones beziehungsweise Tablet-PC´s und die Möglichkeit der „touristisch-missionarischen“ Erschließung von Kirchengebäuden.

Die Funktionen der „App“

Mit Hilfe einer Übersichtskarte und einer Umkreissuche können naheliegende evangelische Kirchen gefunden werden. Ein Datenblatt informiert über Öffnungszeiten, Adressen, Kontakte und Gottesdienstzeiten. Manche Kirchen bieten innerhalb der App eine virtuelle Kirchenführung mit Audiobegleitung an. Ein Kirchengrundriss symbolisiert dabei verschiedene Stationen in der Kirche, die mit Audiokommentaren, Bildern und geistlichen Impulsen angereichert sind. Die St. Nicolai Kirche in Mölln bietet einen „Kinderkirchenführer“ an. Eine „Eulenstimme“ begleitet die Kinder durch das Kirchengebäude. Der Grundriss, wie auch die Bilder, sind spielerisch gestaltet. Die meisten Informationen über die Kirchen basieren auf den landeskirchlichen Datenbanken. Interessierte können ihre Kirche in die Datenbank eintragen lassen, wenn sie noch fehlt. Des Weitereren soll die App Kirchengemeinden dazu animieren, in einen illustrierten „Audioguide“ zu investieren und professionelle Medienagenturen für die Produktion zu engagieren.

Theologische Kommentare im Glossar

Das Glossar der Anwendung enthält Grundfragen über den Glauben, wichtige Bekenntnisse und Informationen zur Architektur. Auch Pfingstkirchen und Charismatiker erscheinen in dieser Auflistung. Spannungen zwischen „institutionalisierten Kirchen“ und der „Erneuerungsbewegung“ werden dabei nicht verleugnet. Grundsätzlich ist der Ton aber sachlich und positiv. So formulieren die Autoren des Glossars: „Die Kirche bedarf geistlicher Bewegungen, um vergessene Aspekte des Christseins wieder ins Bewusstsein zu rufen und den Schatz geistlicher Erfahrungen aus ihrer Geschichte dem Vergessen zu entreißen.“ Weiter wird auch die Deutsche Evangelische Allianz, der Begriff „evangelikal“ und „Fundamentalismus“ kurz erwähnt und sachlich erläutert. Der Artikel zu „Jesus“ betont die Historizität von Jesu Leben und die Faszination über seine Persönlichkeit.

Die Verbreitung der „App“

Rund 4.600 deutsche evangelischen Kirchen sind derzeit eingetragen, vereinzelt auch ausländische Kirchen. Die Entwickler sind auf die Mithilfe und das Engagement der lokalen Kirchengemeinden angewiesen. Die Verbreitung der App ist laut „Google Play Store“ derzeit noch gering, es gab bisher rund 1.000 bis 5.000 Installationen. Der Download ist kostenfrei. Das schließt auch die aufwendig produzierten Führungen mit ein. (pro)
http://www.pro-medienmagazin.de/paedagogik/detailansicht/aktuell/staendige-erreichbarkeit-setzt-unter-druck-93522/
http://www.pro-medienmagazin.de/paedagogik/detailansicht/aktuell/familien-apps-mit-adleraugen-92681/

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