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Kinder-Website will Alternative zu Youtube sein

Ein Video-Onlinenetzwerk für Kinder soll Netzsicherheit für junge Menschen bringen. Sieben- bis 13-Jährige haben auf „Juki.de” zum einen die Möglichkeit, sich online zu vernetzen, andererseits können sie dort Videos verbreiten. Das Portal wurde am Dienstag in Berlin vorgestellt.

Von PRO

Foto: Screenshot Juki

Geht es nach Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, soll die WebsiteÖffnet externen Link in neuem Fenster „Juki” schon bald eine junge Alternative zu Youtube sein. Zumindest könne es passieren, dass der Internetriese durch die neue Seite bald „vielleicht ein paar Nutzer weniger hat”, sagte er beim Launch des Kinder-Angebots. Auf juki.de können Nutzer selbst produzierte Videos online stellen und die Clips anderer bewerten. Nutzer können sich dort ein Profil anlegen und werden kindgerecht durch die Funktionen der Seite geführt. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. Auf den Weg gebracht haben das Portal Google Deutschland, das Deutsche Kinderhilfswerk, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen.

Sabine Frank, verantwortlich für den Jugendschutz bei Google Deutschland, nannte das Angebot ein „Herzensprojekt”. Die Vermittlung von Medienkompetenz müsse im Kindesalter beginnen und das Internet als kreativer Ort wahrgenommen werden. Youtube sei für Menschen ab 13 Jahren geeignet. Für Jüngere gebe es nun ein auf sie zugeschnittenes Angebot. Dazu trage die bunte Aufmachung bei. „Es ist nicht so, dass wir sagen, Youtube ist unsicher”, erklärte sie auf Nachfrage von pro fest. Allerdings biete „Juki” noch mehr Sicherheit. So müssten Eltern die Anmeldung ihrer Kinder auf dem Portal bestätigen. Videos und Kommentare würden von einem Moderator kontrolliert, bevor sie freigeschaltet würden. „Das ist wohl der Hauptunterschied zu Youtube”, sagte Frank.

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks betonte, dass das neue Angebot Sicherheit im Umgang mit dem Netz bieten soll und sich besonders der „Herausforderung des Mediums Film” widmet. Krüger kritisierte eine „große Unübersichtlichkeit” im Bereich Medienschutz und forderte die Gesetzgeber von Bund und Ländern dazu auf, die Netz-Schutzmaßnahmen zu vereinheitlichen. Kinder müssten stärker als eigenständige Akteure im Netz wahrgenommen werden. „Das geht nicht ohne Beteiligung und Teilhabe auf Augenhöhe”, sagte er. (pro)

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