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Kinder suchen Kontakte, Stars – und Pornos

Kinder suchen im Internet vor allem nach Sozialen Netzwerken und Stars – aber auch nach den Begriffen "Sex" und "Porno". Das zeigt der "Norton Report 2009". Spezielle Suchmaschinen für Kinder sollen die jungen Surfer vor Gefahren schützen.

Von PRO

Foto: pro

Berühmtheiten wie Miley Cyrus oder Michael Jackson stehen weit oben auf der Liste der meistgesuchten Begriffe von Kindern und Jugendlichen. Aber auch nach "Sex" und "Porno" wird gegoogelt. Die beiden Worte stehen auf den Plätzen vier und fünf der Liste des "Norton Report 2009", herausgegeben von der Softwarefirma "Symantec". Auf Platz eins ist die Videoseite "Youtube", gefolgt von "Google" und "Facebook". Neben Jackson und Cyrus suchen die Jugendlichen nach Stars wie Lady Gaga, Megan Fox, Eminem, Rihanna und den Black Eyed Peas.

Mädchen suchen Hannah Montana, Jungs Ebay

Die Erhebung zeigt Unterschiede zwischen den meistgesuchten Begriffen der Jungen und der Mädchen. Die Mädchen suchten nach der Sängerin Taylor Swift und dem Hannah Montana-Hit "Party in the USA", während die Jungen Wikipedia und Ebay in ihre Top Ten klickten. 42 Prozent der Mädchen suchten bevorzugt nach Musikinhalten, bei den Jungen waren es 22 Prozent. Computerspiele waren hingegen für 13 Prozent der Jungen wichtig, aber nur für sieben Prozent der Mädchen.

Der "Norton Report" weist zudem darauf hin, dass Soziale Netzwerke, aber auch Promi-Seiten missbraucht werden, um Jugendliche über Links auf zwielichtige Webseiten zu lenken oder um die Daten der User für Spams zu missbrauchen. So etwa bei Prominenten. Links etwa zum Thema Michael Jackson sollen User zum unvorsichtigen Anklicken verleitet haben.

Google für Kinder

Die Firma "Symantec" vertreibt unter anderem ein System, das Eltern die Beaufsichtigung und Kontrolle der Onlineaktivitäten ihrer Kinder ermöglicht. Die Daten wurden laut Anbieter über diesen kostenlosen englischsprachigen Service "OnlineFamily Norton" erhoben. Insgesamt wurden 14,6 Millionen Suchanfragen von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ausgewertet.

Um Online-Gefahren aus dem Weg zu gehen gibt es auch andere Methoden, etwa  spezielle Internetsuchmaschinen für Kinder.  Seiten wie "fragFINN" oder "Blinde Kuh" funktionieren wie "Google", sollen das Internet aber nach kindgerechten Inhalten filtern. Zudem finden Kinder und Eltern dort Informationen zum Thema "Sicherheit im Internet", etwa beim Nutzen von Chats oder Hochladen persönlicher Informationen. (pro)

http://www.symantec.com/content/de/de/about/downloads/PressCenter/Top_Searches_of_2009_DataSheet_121409.pdf
http://www.blinde-kuh.de/sicherheit/flirten-im-netz.html
http://www.fragfinn.de/kinderliste.html
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