Das christliche Medienmagazin

Kinder gewöhnen sich an schlechte Nachrichten in den Medien

M ü n c h e n (PRO) - Reizüberflutung und negative Botschaften in den Medien verändern bei Kindern die Wahrnehmung von Ängsten, sie gewöhnen sich zunehmend an schlechte Nachrichten in Fernsehen und Internet. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Jugendinstitutes in München, bei der Kinder nach ihren Ängsten befragt wurden.
Von PRO

Laut der Untersuchung sind die Ängste der Kinder im Jahr 2006 auf einem Rekordtief angelangt. 40 Prozent der sechs- bis 14-Jährigen haben etwa große Angst vor der Zukunft – vor zehn Jahren waren es noch 56 Prozent.

Ängste werden zunehmend verdrängt

Diese veränderte Wahrnehmung erklären sich Wissenschaftler auch durch den Einfluss der Medien. “Kinder sind ständig einer Reizüberflutung ausgesetzt – durch bedrohliche Nachrichten in Fernsehen und Internet, durch Gewaltszenen in Computerspielen. Die Ängste werden bewusst in den Hintergrund gedrängt”, so die Psychologin Karin Clemens. Möglicherweise hätten sich die Kinder an ein bestimmtes Aggressionsniveau gewöhnt.

Bei den Kindern stehen vor allem persönliche Sorgen im Vordergrund, weniger wirtschaftliche oder politische. Rund 59 Prozent der Befragten haben Angst davor, dass ihren Eltern oder Geschwistern etwas Schlimmes zustoßen könnte. Gleich danach steht die Sorge um ihr persönliches Wohl. Jedes zweite Kind fürchtet sich vor sexuellem Missbrauch. Das sind etwa 52 Prozent der Kinder. Dies seien 14 Prozent weniger als noch vor drei Jahren, so die Wissenschaftler laut “Focus Online”.

Erst an zweiter Stelle machen sich Kinder um politische und wirtschaftliche Probleme Sorgen. 41 Prozent der Befragten fürchten sich vor Arbeitslosigkeit oder finanzieller Not in der Familie oder vor einer Kriegsverwicklung Deutschlands.

Bildung bietet Schutz vor Ängsten

Die Studie zeigte auch, dass Bildung und Information vor Ängsten schützen. Kinder an Haupt- oder Realschulen haben mehr Ängste als Gleichaltrige an Gymnasien. Die repräsentative Umfrage, an der über 900 Kinder teilnahmen, wurde im Auftrag der R+V-Versicherungen vom Deutschen Jugendinstitut in München durchgeführt.

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen