Das christliche Medienmagazin

Killerspiel: Töte den Apostaten

Der iranische Künstler Shahin Najafi muss sich seit Wochen versteckt halten. Grund ist die gegen ihn ausgerufene Fatwa eines muslimischen Geistlichen. Die Ermordung des Musikers können Internetnutzer nun sogar online üben.

Von PRO

Foto: Screenshot www.HonareNab.ir

"Schuss auf den Apostaten" heißt das Killerspiel, zu dessen Herunterladen die staatliche iranische Nachrichtenagentur "Farsnews" laut der Zeitung "Berliner Morgenpost" ausdrücklich aufruft. Und der Name ist Programm. Mit Mausklicks können Nutzer auf den immer wieder hinter einem Hindernis auftauchenden Najafi schießen. Der feuert zurück. Ziel ist es, den Musiker möglichst oft zu treffen, bevor er den Spieler selbst durch Schüsse tötet. Schon das Titelbild des Internetspiels ist bezeichnend. Es zeigt Najafi mit blutunterlaufenen Augen, einer Schlinge um den Hals und einem Mikrofon in der Hand. Das Spiel sei von der Stiftung "Kunst des reinen Islam" entwickelt worden und solle den "Hass der Schiiten" auf die Beleidiger des Islam sichtbar machen, heißt es bei der "Morgenpost".

Najafi wird verfolgt, seit der iranische Großajatollah Ali Safi Golpayegani ein Todesurteil über Najafi ausgesprochen hat. Er bot dem Mörder Najafis auf der Website "Shia-Online" eine Summe von 100.000 US-Dollar. Der Grund: Am 7. Mai hatte der 31-jährige Rapper Najafi das Lied "Imam Naghi" veröffentlicht. Darin ruft er einerseits ironisch zu einer Wiederkehr des Imam auf und macht andererseits zahlreiche sexuelle Anspielungen. Imam Naghi starb vor über 1.100 Jahren. Er war der zehnte Imam und angeblich ein direkter Nachfahre des Propheten Mohammed. Das Cover der neuesten CD Najafis zeigt die Zeichnung einer runden Moscheekuppel, die gleichzeitig eine weibliche Brust ist. Auf deren Spitze steht eine Fahne in Regenbogenfarben – dem Symbol für die Homosexuellenbewegung. Nach dem Ausruf der Fatwa gegen ihn, steht Najafi unter Polizeischutz. Seine Europatournee musste er absagen und seine Wohnung verlassen. Derzeit versteckt er sich an einem geheimen Ort, irgendwo in Deutschland. (pro)

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen