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Kenia: Zwei Pastoren ermordet

In Kenia sind Ende Oktober zwei Pastoren ermordet worden, berichtet das christliche Hilfswerk Open Doors. Andere namentlich nicht genannte Pastoren betonen, dass Bedrohungen gegen sie zugenommen haben.
Von PRO

Foto: Mpigapicha, flickr, CC-BY-NC-SA

In Küstenstädten im Süden Kenias sind Ende Oktober zwei Pastoren umgebracht worden. Der getötete Pastor Charles Mathole sei mit einer Bibel auf seinem Schoß gefunden worden. Ein Mitglied des Kirchenchors seiner Gemeinde vermutet, dass er gerade den Gottesdienst vorbereitet habe, als ihn sein Mörder erschoss. In Kilifi, nördlich von Mombasa, wurde die Leiche von Pastor Ibrahim Kithaka gefunden. Sie lag in einem Gebüsch in der Nähe eines Einkaufszentrums.

Diese beiden Todesfälle reihten sich ein „in eine ganze Anzahl von Krawallen und Angriffen auf Christen in der letzten Zeit“, berichtet Open Doors. Die Bedrohungen hätten nach der Ermordung des Imam Ibrahim Rogo als Folge des Anschlags auf die Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi Mitte September zugenommen. Ein namentlich nicht genannter Pastor sagte, er bekäme Droh-SMS, in denen stehe: „Seid vorbereitet. Wir holen euch!“ Ein anderer Pastor beklagt, dass führende Muslime die Jugendlichen in seinem Ort aufgehetzt hätten. Die Jugendlichen hätten die Pastoren beschimpft und bedroht. Weiter sagt er: „Der örtliche Polizeichef hat uns zwar Hilfe zugesagt, aber seitdem ist nichts geschehen. Außerdem haben wir gehört, dass Extremisten fünf konkrete Kirchen ins Auge gefasst haben, um sie zu zerstören.“

Prediger fordern mehr Sicherheit durch Regierung

Pastoren haben unterdessen eine Mitteilung an die Regierung herausgegeben, in der sie auf eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen drängen. Bischof Wilfred Lai aus Mombasa sagte: „Trotz der abscheulichen Attentate werden wir weiterhin unseren Herrn Jesus Christus in unseren Kirchen anbeten.“

Erst seit wenigen Jahren nehmen die Spannungen zwischen Muslimen und Christen in Kenia dramatisch zu, berichtet Open Doors. Radikale Muslime versetzten mit ihrem „immer rabiateren Vorgehen die Christen in Angst und Schrecken“. 85 Prozent der kenianischen Bevölkerung sind christlich. Zu Übergriffen komme es vor allem im islamisch geprägten Nordosten des Landes.

2013 erschien Kenia erstmalig auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, einer Rangliste von Ländern, in denen Christen weltweit am stärksten bedrängt werden. Das Land belegt aktuell Rang 40. (pro)

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