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Keine Geburt Christi bei der BBC?

Die britische Rundfunkanstalt BBC (British Broadcasting Corporation) will sich der "political Correctness" beugen: Aus Angst davor, die Gefühle von Nichtchristen zu verletzen, wollen bestimmte Redaktionen des Senders künftig auf die Bezeichnungen "vor Christus" und "nach Christus" in der Berichterstattung verzichten.


Von PRO

Foto: David McL (flickr)

Wie es auf der Internetseite des Senders in der Rubrik Religion heißt, wolle dieser Teil der Redaktion aus Gründen der religiösen Neutralität statt der Angabe "vor Christus" und "nach Christus" die Begriffe "vor unserer Zeitrechnung" und "nach unserer Zeitrechnung" verwenden. "Genauso wie die BBC zu Neutralität verpflichtet ist, ist es angemessen, dass wir Bezeichnungen benutzen, mit denen wir Nicht-Christen nicht gegen uns aufbringen", schreibt die BBC.



Der Bezugspunkt bleibt identisch



Kritiker sehen die Änderung als bedeutungslos an, da sich die Alternativen auch auf den Zeitpunkt von Christi Geburt beziehen. Der frühere Bischof von Rochester, Michael Nazir-Ali, wird im Online-Portal der Zeitung "The Telegraph" zitiert: "Diese Änderungen sind nicht notwendig, und sie erreichen nicht das, was die BBC gerne damit erreichen möchte. Egal ob die BBC ‘vor unserer Zeitrechnung’ oder ‘Christi Geburt" benutzt, der Bezugspunkt ist Christi Geburt und damit identisch."



Ebenso wie die Religions- und Ethikseite will auch das Lernportal der BBC "GSCE Bitesize" die alternativen Begrifflichkeiten nutzen, die bereits in etlichen Berichten und Beiträgen verwendet wurden. Die Rundfunkanstalt selbst ließ laut "The Telegraph" gestern folgendes verlautbaren: "Die BBC hat keine Richtlinien bezüglich der Datierung ausgegeben. Beide Möglichkeiten werden akzeptiert, und es liegt im Ermessen des jeweiligen Produktionsteams, welche Begriffe verwendet werden."



Anfang September hatte die katholische Nachrichtenagentur "Kath.net" gemeldet, dass die religionsneutrale Zeitrechnung in den australischen Schulbüchern eingeführt werden soll. Die Änderung im Lehrplan war zunächst für 2012 vorgesehen, verzögert sich scheinbar aber noch. (pro)

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