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Keine Bibelverse mehr auf Kriegswaffen

Die amerikanische Firma "Trijicon" wird künftig keine Bibelreferenzen mehr auf Zielfernrohre stanzen. Der TV-Sender "ABC" hatte enthüllt, dass US-Soldaten das Waffenzubehör mit biblischen Inschriften unter anderem in Afghanistan und dem Irak benutzen. Begründet hatte "Trijicon" die Einstanzungen mit dem christlichen Glauben des Firmengründers.

Von PRO

Foto: Trijicon

Am Donnerstag gab "Trijicon" laut dem TV-Sender "CNN" bekannt, dass es die Einstanzungen künftig nicht mehr vornehmen werde. Zuvor hatte die Enthüllung des Senders "ABC" zu Debatten in den amerikanischen Medien und in der Politik geführt. Viele Soldaten gaben an, sie fühlten sich durch die Inschriften zusätzlich bedroht, etwa wenn sie in Gefangenschaft von Islamisten geraten sollten. Besonders von Kirchenseite hieß es, die Botschaft Jesu solle nicht benutzt werden, um einen Krieg zu rechtfertigen.

Zuletzt hatte sich laut "CNN" der General David Petraeus zu dem Fall geäußert. Er kommandierte von 2002 bis 2004 die US-Luftlandedivision im Irak. "Dies ist eine ernste Sache für mich und andere Kommandeure im Irak und in Afghanistan, weil es tatsächlich eine Wahrnehmung herstellen kann, die absolut gegenteilig zu dem ist, was wir tun wollen." Die US-Truppen seien offensichtlich sensibler in dieser Sache, als das Unternehmen.

In einer geschriebenen Stellungnahme von "Trijicon" hieß es, das Unternehmen biete an, freiwillig alle Einstanzungen von Bibelreferenzen auf Produkten für das US-Militär einzustellen. Zusätzlich will das Unternehmen kostenlos 100 Sätze zur Modifikation der Waffen an das Pentagon liefern. Damit solle es möglich sein, die schon vorhandenen Referenzen auf Zielfernrohren zu entfernen. (pro)

https://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&news[action]=detail&news[id]=2699
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