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Kein Kreationismus in der Bio-Stunde

Freien Schulen in Großbritannien, die im Biologieunterricht Theorien des "Intelligent Design" oder des Kreationismus lehren, kann künftig die staatliche Finanzierung gestrichen werden. Der Entscheidung des Bildungsministeriums war eine Kampagne von Humanisten vorausgegangen.
Von PRO

Foto: Erin Silversmith, Public Domain

Da Schulen freier Träger in Großbritannien nicht an die genauen Lehrpläne gebunden sind, ist es ihnen bisher theoretisch möglich gewesen, Theorien des "Intelligent Design" oder den biblischen Kreationismus in naturwissenschaftlichen Fächern zu unterrichten, meldet der Onlinedienst "Daily Maverick". Schulen, die das tun, will das Bildungsministerium künftig die Fördermittel streichen. Es dürften keine Erklärungsmodelle erwähnt werden, die "etablierten wissenschaftlichen und/oder historischen Beweisen und Erklärungen zuwiderlaufen".

Im vergangenen Jahr hatte der Britische Humanisten-Verband (BHA) eine Kampagne gegen Kreationismus und "Intelligent Design" an Schulen gestartet. Die Gruppe sammelte 20.000 Unterschriften für eine Petition, die an die britische Regierung überreicht wurde. Darin fordern Wissenschaftler wie der prominente Atheist Richard Dawkins, dass Schülern statt Kreationismus nur die Evolutionstheorie beigebracht werden soll. Der BHA-Vorsitzende Andrew Copson gratulierte der Regierung zu ihrer Entscheidung und betonte, es sei noch viel zu tun, bis alle Schulen nur noch die Evolutionstheorie unterrichteten. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Regierung und all denen, die auf eine rationale und beweisbasierte Bildung setzen, um weitere Änderungen zu erreichen", schreibt Copson auf der Homepage des Verbandes. (pro)

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