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Kauder: Union steht zur Kirche

Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder, hat die Unterstützung seiner Partei für die Kirchen in Deutschland betont. Daran änderten auch die gegenwärtigen Missbrauchsvorwürfe in Einrichtungen der Katholischen Kirche nicht, so Kauder in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Von PRO

Foto: CDU/CSU-Fraktion

Neben seinem persönlichen Glauben spricht Kauder in dem Interview offen
über seine Lieblingsbibelstelle, die Bedeutung von Ostern, zerbrochene
Beziehungen und die aktuellen Missbrauchsvorwürfe in der Kirche. Der
bekennende Protestant erklärt, dass er sich "als überzeugter Christ" in
beiden Kirchen zu Hause fühle. Während der Katholizismus den Glauben
feiere und so für alle Sinne erfahrbar mache, berühre ihn am
Protestantismus, dass die Auslegung der Bibel im Mittelpunkt stehe.
Geeint würden beide Kirchen durch das christliche Menschenbild.
An den bevorstehenden Ostertagen will Kauder vor allem die Ostergottesdienste besuchen. "Das Osterfest ist für mich etwas ganz Besonderes. Es verdeutlicht eine zentrale Glaubensaussage – Auferstehung und ewiges Leben", so der Politiker. Dies sei der zentrale Unterschied zu allen anderen Religionen. "Niemand kommt zum Vater denn durch mich" ist der Lieblingsbibelvers des 60-Jährigen. Dieser Vers zeige, dass die Menschen das Recht haben, wie Kinder zum Vater zu sprechen, aber auch mit ihm zu streiten." Auch dies sei so in anderen Religionen nicht gegeben.

Der Vers "Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder, nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dienet einander in Liebe", könne nicht besser darstellen, was Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes bedeute. Die Freiheit des Einzelnen sei eingebettet in die Solidarität der Gemeinschaft.

Menschen, die Vertrauen gesucht haben, wurden ihrer Würde beraubt

Auch zu den aktuellen Missbrauchsvorwürfen äußert sich Kauder: Dort seien "Vertrauen suchende junge Menschen ihrer Würde beraubt" worden. In Bezug auf die Vorwürfe stehe jetzt erst einmal die Aufklärung im Vordergrund. Gleichzeitig müssten Maßnahmen ergriffen werden, um zumindest zukünftige Taten besser ahnden zu können. "Das, was missbrauchten Kindern angetan wurde, ist eine schwere Sünde", klagt Kauder.

Weil vor allem geschlossene Systeme diese Verbrechen begünstigten, stünden die Verantwortlichen in Zukunft noch mehr in der Pflicht genau hinzuschauen. In der Vergangenheit konnte die Kirche ihren hohen moralischen Anspruch nicht immer einhalten, was bei vielen Menschen zu Vertrauensverlust geführt habe, bemängelt Kauder. "Dieses ist nur langsam wiederzugewinnen und setzt voraus, dass die Kirche alles tut, damit das nicht wieder passiert."

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