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Kauder erhält KEP-Medienpreis: “Für gelebten Glauben eintreten”

Wegen seines Einsatzes für verfolgte Christen hat der Unions-Politiker Volker Kauder am Mittwoch den Medienpreis "Goldener Kompass" des Christlichen Medienverbundes KEP erhalten. Bei der Preisverleihung in der Französischen Friedrichstadtkirche zu Berlin wurde auch der Theologe Horst Marquardt geehrt: Der Pastor gilt als Vater der evangelikalen Publizistik.
Von PRO

Foto: pro/Karen Massine

"Ich möchte dafür eintreten, dass Juden und Christen, Muslime und Hindus, ihren Glauben leben können", sagte Kauder am Mittwochabend. Weil sich der Fraktionsvorsitzende der Union sowohl in den deutschen Medien, als auch im Bundestag für verfolgte Christen stark macht, verlieh ihm der Christliche Medienverbund KEP den "Goldenen Kompass“. Der Preis wird alle 15 Monate an Persönlichkeiten vergeben, die sich mit Glaubensthemen in Fernsehen, Radio, Print- oder Internetmedien auseinander setzen Frühere Preisträger waren etwa der Moderator Günther Jauch oder der Schauspieler Heinz Rühmann. Als einen "Politiker, der seinen Einfluss nutzt und das Thema Christenverfolgung immer wieder auf die politische Tagesordnung setzt", bezeichnete Laudator Richard Howell, Generalsekretär der Evangelischen Allianz von Indien und Asien, den Fraktionsvorsitzenden. Kauder hatte nicht nur im Bundestag, sondern auch in Kommentaren in der "Welt am Sonntag" und "Bild am Sonntag" auf das Leid verfolgter Christen hingewiesen. Dies sei besonders in Zeiten wichtig, in denen 200 Millionen Menschen in der Welt und in 60 Ländern wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt würden, sagte Howell.

Marquardt: Ein Mann, der einiges bewegt hat

Als einen Mann "der einiges bewegt hat", ehrte der Unternehmer Joachim Loh den Journalisten Horst Marquardt. Der Pastor erhielt den KEP-Sonderpreis für sein Lebenswerk oder, wie es in der Laudatio hieß: für seine Lebenswerke. Marquardt hat sich vor mehr als 50 Jahren maßgeblich am Aufbau der ersten privaten Rundfunkanstalt, dem Evangeliums-Rundfunk, heute ERF Medien, beteiligt und war über viele Jahre hinweg dessen Direktor. Er gehört zu den Gründern der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, deren Vorsitzender er bis heute ist, und initiierte die Konferenz Evangelikaler Publizisten, den heutigen Christlichen Medienverbund KEP. "Horst Marquardt ging es immer um die Verkündigung des Evangeliums, die Verbreitung der frohen Botschaft von Jesus Christus", sagte Loh. „Ich wusste, ich war berufen“, sagte Marquardt, der bis zum Mittwochabend nichts von seiner Auszeichnung wusste. Gelungen sei ihm sein Lebenswerk aber nur, weil er immer durch Freunde unterstützt worden sei.

Der Journalist Tobias Kurfer wurde für seinen SWR1-Hörfunkbeitrag "Uwe Holmer: Der Mann, der Honecker Asyl gab" ebenfalls mit dem Medienpreis ausgezeichnet. In seinem Beitrag hatte er den Pfarrer Holmer porträtiert, der kurz nach der Wende den ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker, bei sich zu Hause aufnahm und dem dafür Widerstand aus der Bevölkerung entgegenschlug. Ihm sei etwas gelungen, um das sich Pfarrer sonntags oft vergeblich bemühten, sagte der Bevollmächtigte des Rates der EKD am Bundestag, Bernhard Felmberg. Kurfer habe eine Geschichte erzählt, die die Zuhörer direkt in ihren Bann ziehe, obwohl sie nicht neu sei, und zugleich die Botschaft Jesu Christi zum Ausdruck bringe. Kurfer selbst beschrieb den Pfarrer Uwe Holmer mit den Worten: "Sein Tun ist ein Beispiel für Courage und Nächstenliebe, wie man es nur selten findet." Holmer sei ein Vorbild "für uns alle".

Berichterstattung ohne Plattitüden und Klischees

Der erste "Goldene Kompass" für einen Onlinebeitrag ging an den freien Journalisten Ralf Fischer. Er hatte im Internetportal "Welt Online" einen Beitrag zum Thema "Protestanten entdecken Mission in Deutschland" veröffentlicht. Der Journalistik-Professor Wolfgang Stock sagte in seiner Laudatio, anders als viele andere Journalisten schreibe Fischer fundiert, fair und ohne Polemik über die Kirche.

Der Regisseur und Drehbuchautor Thorsten Näter erhielt den Medienpreis für die Folge "Glaubensfragen" der ARD-Anwaltsserie "Der Dicke". Dort zeigt er einen Pfarrer, der "zu seinen Zweifeln steht und dadurch Schwierigkeiten bekommt", sagte Pfarrerin Bärbel Wilde in ihrer Laudatio. Die Authentizität des Pastors habe den Menschen Mut gemacht, den Zweifelnden Hoffnung gegeben, und geholfen, verlorenen Glauben wiederzufinden, ohne "Plattitüden und Klischees". Näter verriet, dass in seiner Geschichte viel Persönliches steckt. Er selbst sei sehr sehr christlich geprägt: "Ich zweifle und beschäftige mich ganz intensiv mit dem Zweifel", sagte er.

Wolfgang Baake, Geschäftsführer des Christlichen Medienverbunde KEP, fasste das Motto des Abends zusammen: "Menschen brauchen Orientierung. Wir sind der festen Überzeugung, dass man ihnen mit nichts mehr helfen kann, als mit der Botschaft der Bibel." Der Christliche Medienverbund KEP verlieh den "Goldenen Kompass" in diesem Jahr zum 14. Mal. (pro)

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