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Katholiken sprechen mit Atheisten

In der kommenden Woche will sich die katholische Kirche beim „Vorhof der Völker“ in Berlin bewusst mit Atheisten auseinandersetzen. Ein Kardinal hat der Tageszeitung Die Welt erklärt, was die Christen von Ungläubigen lernen wollen und warum die Veranstaltung nichts für Fundamentalisten ist.
Von PRO
Gianfranco Kardinal Ravasi will in der kommenden Woche mit Atheisten und Andersgläubigen sprechen - und von ihnen lernen
Gianfranco Kardinal Ravasi will in der kommenden Woche mit Atheisten und Andersgläubigen sprechen – und von ihnen lernen
Im Interview mit der Tageszeitung erklärt Gianfranco Kardinal Ravasi, Berlin sei eine Stadt, „in der es so viele Ungläubige gibt und die Mauer zwischen Christen, Muslimen, Juden, Agnostikern und Atheisten recht hoch ist“. Dennoch wolle seine Kirche Atheisten durch die mehrtägige Veranstaltung „Vorhof der Völker“ nicht bekehren: „Der Gläubige will nicht überzeugen, will nicht Proselyten machen – er will dem Ungläubigen etwas mitteilen, was für diesen wichtig und nützlich sein könnte. Und das gilt umgekehrt auch: Auch der Ungläubige kann dem Gläubigen etwas vermitteln, das für diesen nützlich und wichtig sein kann. Wenn schon Evangelisierung, dann eine auf Umwegen.“

Tweets vom Papst

Fundamentalisten finden beim „Vorhof der Völker“ wenige Gleichgesinnte, glaubt der Kardinal: „Für uns sind jene Gläubigen nah, die über ihren Glauben nachdenken. Und jene Ungläubigen sind uns nah, die über Glauben und Unglauben nachdenken und die auf der Suche sind, die ihre Wahrheiten, ihre Einsichten hinterfragen.“ Er erwartet Gespräche, in denen es – „anders als bei den Vereinten Nationen“ – nicht darum gehe, einen Minimalkonsens zu finden. „Am Ende eines solchen Gesprächs sollen vielmehr auch die Unterschiede und die Differenzen deutlich geworden sein“, sagt er. Am Ende will er sich aber die Hoffnung bewahren, dass es möglich ist, ein neues Interesse an den großen religiösen Fragen zu wecken. Weil das Christentum, das Europa so geprägt habe, verblasse, müsse die Kirche neue Wege der Kommunikation finden. Ein gutes Beispiel gebe Papst Franziskus: „Er hat in den kirchlichen Alltag eine Sprache eingeführt, die die Sprache unserer Gegenwart ist: kurze Sätze, auf den Punkt formuliert, man könnte sagen: Tweets. Er versteht es zudem, in Parabeln und Bildern zu sprechen. Und drittens setzt Papst Franziskus gewissermaßen seinen Körper ein, er hat eine ausgeprägte Körpersprache.“ (pro)
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