Das christliche Medienmagazin

Kann denn “Facebook” Sünde sein?

Wer auf "Facebook" unterwegs ist, ist kein guter Moslem. Das hat ein iranischer Geistlicher nun verkündet. Für ihn ist das Online-Netzwerk "unsittlich" und "unislamisch". Das passt zur rigiden Netzpolitik seines Heimatlandes.

Von PRO

Foto: Steve Rhodes (flickr)

"Im Grunde ist es unislamisch und nicht erlaubt, auf eine Internetseite zu gehen, die Unsittlichkeiten propagiert und den religiösen Glauben schwächen könnte", sagte Ajatollah Lotfollah Safi-Golpaygani laut einer Meldung des "Focus" am Samstag. Die Mitgliedschaft sei daher "haram", eine Sünde. Führende Geistliche werden im Iran demnach immer wieder zu sozialen Themen befragt. Der Ajatollah lehne das Internet nicht grundsätzlich ab. "Unproblematisch ist die Nutzung von Internetseiten, die religiöse Kriterien propagieren und nicht zu Unsittlichkeiten führen", heißt es weiter.

Die iranische Regierung schränkt die Internetnutzung seiner Bürger massiv ein. Dennoch seien rund 17 Millionen Iraner Mitglied bei "Facebook". Beobachter schätzen die tatsächliche Zahl laut "Focus" aber deutlich höher ein. Der Iran blockiere rund fünf Millionen Internetseiten. Die Bevölkerung verschaffe sich aber etwa über Proxy-Programme dennoch Zugang. Damit könnten Nutzer vorgaukeln, aus einem anderen Land zu stammen, und so den Filter umgehen. (pro)

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen