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Käßmann will Altersgrenze für Prostituierte

Luther-Botschafterin Margot Käßmann hat sich für schärfere Prostitutionsgesetze ausgesprochen. In der Bild am Sonntag fordert sie ein Mindestalter von 21 Jahren. Es ist nicht das erste Mal, dass die Pfarrerin sich kritisch zur Prostitution äußert.
Von PRO
Margot Käßmann will die Prostitutionsgesetze geändert sehen

Foto: pro

Margot Käßmann will die Prostitutionsgesetze geändert sehen
„Deutschland ist zum ‚Bordell Europas‘ geworden“, schreibt Käßmann in ihrer aktuellen Bild am Sonntag-Kolumne. Damit kritisiert die Pfarrerin das 2002 verabschiedete Prostitutionsgesetz, das die Bundesregierung in den kommenden Monaten überarbeiten will. In dieser neuen Regelung wünscht Käßmann sich eine Mindestaltersgrenze von 21 Jahren für Prostituierte: „Das ist doch das Mindeste, denke ich.“ Angesichts 400.000 Frauen, die in Deutschland ihren Körper verkauften, mehr als einer Million Freier täglich und Angeboten wie Flatrate-Bordellen, könne die Lage schlimmer kaum sein. Zwei Drittel der Prostituierten seien Ausländerinnen. Mit ihnen mache die deutsche Sexindustrie 14 Milliarden Euro Umsatz.

„Prostitution abschaffen“

Sexualität sei laut Evangelischer Kirche eine gute Gabe Gottes, bei der es um drei Dinge gehe: Verantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen. „Da sollten zwei Menschen sich auf Augenhöhe begegnen und nicht auf Eurobasis“, schreibt Käßmann. Sie respektiere Prostituierte, habe aber auch Mitleid mit ihnen. Von Freiern wünscht sie sich, dass diese Anzeige erstatteten, wenn sie sähen, das eine Frau möglicherweise zum Anschaffen gezwungen werde. Das sei das Mindeste, denn: „Da geht es nicht um Spaß, sondern um pure Gewalt“, schreibt sie, und weiter: „Dagegen müssen Gesetze vorgehen!“ Es ist nicht das erste Mal, dass sich Käßmann zum Thema äußert. Sie gehört zu 90 Prominenten, die im vergangenen Jahr den Appell „Prostitution abschaffen“ der feministischen Zeitschrift Emma unterzeichneten. Darin fordern die Unterstützung schärfere Zuhälter-Gesetze und die Ächtung oder gar Bestrafung von Freiern. Nach Meinung der Unterzeichner sollen Freier künftig geächtet oder eventuell bestraft werden. Auch die Regierungsparteien diskutieren derzeit über neue Regeln zur Prostitution. Die CDU befürwortet eine Mindestaltersgrenze wie von Käßmann angesprochen. Die SPD hingegen sperrt sich bisher gegen eine solche Neuerung. (pro)
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