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Käßmann: Christenverfolgung nicht verschweigen

Auf Christenverfolgung in Indonesien hat die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, am Donnerstag auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin aufmerksam gemacht. Indonesien ist das diesjährige Partnerland der Ausstellung.

Von PRO

Foto: pro

Fünf Prozent der Indonesier seien Protestanten und viele der Christen im asiatischen Land litten unter schwerer Verfolgung, sagte Käßmann. Auch wenn Indonesien das Partnerland der ITB sei, dürfe Kritik nicht verschwiegen werden. Dem Christentum sprach Käßmann das Potential zu, einen konstruktiven Dialog der Kulturen und Religionen zu fördern. Immerhin sei es die „erste globalisierte Bewegung überhaupt” gewesen. „Der christliche Glaube ist immer wieder auch spannend dadurch, dass er eine globale Realität ist”, sagte die Pfarrerin. Er sei in vielen Ländern dieser Erde wahrzunehmen. Dennoch teilten gerade die Deutschen biblische Überlieferungen mit Menschen vieler Sprachen und Kulturen, erklärte sie mit Verweis auf Luthers Bibelübersetzung.

Käßmann sprach am Donnerstag auf der ITB am Stand des Bundeslandes Sachsen-Anhalt anlässlich der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum 2017 in Wittenberg. Bemerkenswert sei für sie die interkulturelle Kraft der Bibel. Selbst wenn Gesprächspartner die Sprache des jeweils anderen nicht verstünden: Spreche man bestimmte biblische Geschichten an, sei gleich klar, worum es gehe und welche Ideen dahinter stünden, etwa bei den Namen Jakob und Esau. Käßmann erinnerte daran, welche Mühen Menschen wie Paulus auf sich genommen hätten, um das Evangelium in anderen Ländern weiterzugeben. „Das waren ganz andere Herausforderungen als wir sie im Tourismus heute kennen”, sagte sie.

Käßmann riet den Protestanten zu Humor im Blick auf das anstehende Reformationsjubiläum. Luthersocken mit der Aufschrift „Ich stehe hier und kann nicht anders”, seien derzeit ebenso im Handel erhältlich wie Lutherhonig und andere Artikel rund um den Reformator. Doch die Reformation habe Deutschland auch touristisch attraktiv gemacht. Lutherwege, aber auch Kirchen und Orten wie Wittenberg oder die Wartburg seien Magnete für Reisende. Käßmann ist sich sicher: Die Menschen kommen, um das Land der Reformation kennenzulernen. Der Kirche wünschte sie: „Keine Anbiederung an den Zeitgeist, aber eine Offenheit für die Menschen.” Und so kündigte Käßmann schon jetzt einen großen Gottesdienst und eine Weltausstellung der Reformation für den Auftakt des Jubiläums in Wittenberg im Jahr 2017 an. (pro)

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