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Junge Christen wollen ihre Follower für Gott begeistern

Lisa und Lukas Repert sind jung und begeistert von Jesus. Die Zwei mussten in ihrem Leben viele Rückschläge meistern. In ihrem Buch „Warum wir glauben“ beschreiben sie auf 190 Seiten genau, warum es für sie zum christlichen Glauben keine ernsthafte Alternative gibt.
Von Johannes Blöcher-Weil
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Buchcover Repert

Foto: Gerth Medien

Junge Menschen für den Glauben begeistern: das ist die Mission von Lisa und Lukas Repert

Menschen sollen Gott begegnen und eine lebendige Beziehung mit ihm führen. Die wichtigste Botschaft der Welt ist für Lisa und Lukas Repert ein Herzensanliegen. Mit ihrem Buch „Warum wir glauben“ möchten sie andere Menschen inspirieren und ihnen zeigen, warum sich der Einsatz für Jesus lohnt.

Dass Jesus dabei Umwege geht, zeigen die Biographien der beiden. Jede Lebensgeschichte separat könnte schon ein eigenes Buch füllen. Lukas wächst nicht in einem christlichen Elternhaus auf, wird aber so erzogen, den Glauben anderer zu respektieren. Als sich seine Eltern trennen, bricht für ihn eine Welt zusammen. Ausgerechnet in dieser Phase besucht er eine christliche Freizeit und bekehrt sich.

Er möchte seinen Glauben ernst nehmen, aber sein Leben verändert sich kaum. Lukas liebt die Extreme: mit Drogen, Alkohol und Gewalt. Was er nach außen ausstrahlt, entspricht nicht seinem Inneren. Er hat kaum noch soziale Kontakte und steht als wandelndes Nervenbündel vor den Trümmern seines Lebens. Repert weiß aber, dass Gott gerade für Menschen wie ihn ein Herz hat.

Biblische Botschaften verursachen Freudensprünge

Ganz anders ist es bei seiner späteren Frau Lisa. Sie ist schon in einer unbeschwerten Kindheit von Gott begeistert. Die Botschaften der Bibel sorgen für Glücksgefühle. Mitten in ihrer Ausbildung zur Ergotherapeutin trennen sich auch ihre Eltern. Sie kehrt zurück zur Mutter, um die Familie zusammenzuhalten. Zudem diagnostizieren Ärzte eine Immunerkrankung, die unheilbar und sie lebenslang arbeitsunfähig machen soll.

Nach dem Warum fragt Lisa damals nicht, weil „es sie nicht weiterbringt“. Die eigene Schwäche soll das Vertrauen auf Gott lenken. Dies möchte sie anderen Menschen weitererzählen. Sie wird nicht nur geheilt, sondern beginnt auch Theologie zu studieren. Lukas Berufsweg führt nach Frankfurt, wo er sich als junger Christ zwar nach Gott sehnt, aber es ihm schwerfällt, seinen Glauben im Alltag zu leben.

Erst mit einer Gemeinde im Rücken erlebt er Momente, in denen er für Kollegen beten und Streit schlichten kann. Es sind keine krassen Wunder, aber er spürt, wie der Heilige Geist wirken kann. Auch er spürt die Berufung für ein Theologiestudium, dass er nach über zweieinhalb Jahren Überlegung beginnt.

Suche nach Zuneigung und Geborgenheit wird enttäuscht

Als sich Lisa und Lukas an der Hochschule begegnen, sind beide noch in anderen Beziehungen. Lisa ist mit einem Ex-Knacki liiert, von dem sie später erfährt, dass er sie betrogen hat. Die Zuneigung und Geborgenheit, die sie sich wünscht, erfährt sie dort nicht. Und auch die Beziehung mit Gott bleibt auf der Strecke. Lukas ist bereits mit einer Frau aus seiner alten Heimat verlobt.

Von der Beziehung zu Gott ist am Ende dieser Beziehung nicht mehr viel übrig. Lisa zweifelt sehr an Gott, befindet sich aber mitten im Theologiestudium. Immer an solchen Wendepunkten nehmen die beiden Autoren Bezug zum Glauben. Wenn sie selbst keine Zuneigung erfahren, beschreiben sie, dass es diese Liebe und Hingabe bei Gott gibt. Lukas beginnt ein Jahr nach Lisa sein Studium an der THS-Akademie für pastorale Führungskräfte.

Es ist ihm ein Anliegen, treu und respektvoll zu leben. Übernommene Aufgaben möchte er kompromisslos erledigen und dabei auch mal den eigenen Stolz beiseiteschieben. Dies ist für ihn ein Schlüssel zu wahrer geistlicher Kraft. Mit Blick auf den Gekreuzigten verlieren die Machtkämpfe dieser Welt für ihn an Bedeutung.

Auf YouTube die Zweifel thematisieren

Beide beenden unabhängig voneinander ihre bisherigen Beziehungen und finden gegen einige Widerstände zusammen. Lukas investiert viel Zeit in Lisa und gesteht ihr seine Liebe. Obwohl viele Fragen offenbleiben, erleben sie gemeinsam kleine und große Wunder, in denen Gott sie in der Not finanziell versorgt, und wie alte Wunden heilen.

Lisa beschäftigt sich auf ihrem christlichen YouTube-Kanal mit ihren Fragen und Zweifeln – auch wenn vieles am Glauben ihr eigenes Denken sprenge. Dabei spürt sie, wie Gott diese Beiträge benutzte, um (auch ihr eigenes) Leben zu verändern: „Ich wollte zu dem stehen, was ich glaubte und schämte mich nicht für die rettende Botschaft.“

2019 heiraten die beiden: auch hier folgt wieder ein Verweis zum christlichen Glauben. Wie damals, als sie Ja zu ihrem jeweiligen Partner gesagt haben, gehe es darum, Gott Ja zu sagen. Gott zwinge keinen, an ihn zu glauben, aber er sehne sich danach, dass es viele tun. Mit ihm gemeinsam haben sie viele Wunder erlebt und sich deswegen entschieden, ihr Leben für Gottes Reich einzusetzen.

Zum Schluss erhält der Leser dann noch wertvolle Tipps, wie er ganz praktisch seinen christlichen Glauben vertiefen kann. Auf den 180 Seiten merkt man den Autoren auf jeder Seite an, wie sehr sie hoffen, dass ihre Leser eine persönliche Entscheidung für Gott treffen und ihn immer besser entdecken. Auf jeden Fall sind es zwei spannende Lebensgeschichten, die an der einen oder anderen Stelle mit ein wenig zu frommem Vokabular garniert und deswegen vielleicht nur für einen eingeschränkten Leserkreis interessant sind.

Lisa und Lukas Repert, Warum wir glauben, Verlag Gerth Medien, ISBN 9783957347800, 192 Seiten, 15 Euro.

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