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Jüdischer Themenpark in Israels Wüste geplant

Im Süden Israels soll ein riesiger Freizeitpark entstehen, der sich mit der Geschichte des jüdischen Volkes auseinandersetzt. Höhepunkt ist eine in den Himmel ragende Jakobsleiter. Die Idee für das Projekt hatte ein Rabbi.
Von PRO
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Die Idee zu dieser Attraktion ist von der Jakobsleiter aus dem ersten Buch Mose inspiriert

Foto: Effective video productions/YouTube, Screenshot Israelnetz

Die Idee zu dieser Attraktion ist von der Jakobsleiter aus dem ersten Buch Mose inspiriert

In der Negev-Wüste im Süden Israels ist der Bau eines riesigen Freizeitparks geplant. Der Park soll Tausende Jahre jüdischer Werte und Geschichte erfahrbar machen und den Namen „Park der Wunder“ (hebräisch: Pla’im) tragen.

Wie die israelisch-englische Tageszeitung Jerusalem Post berichtet, soll sich der Vergnügungspark über eine Fläche von rund 25 Hektar (ungefähr 35 Fußballfelder) nahe der Wüstenstadt Dimona erstrecken. Geplant sind fünf „Welten“: Oase, Geistliche Welt, Welt der jüdischen Nation, Welt der Gesellschaft und Welt der Zeit. In jeder der Welten soll es vier bis fünf Fahrgeschäfte „mit besonders jüdischem Charakter“ geben.

Schabbat-Wasserbahn und Jakobsleiter

Ein animiertes Werbevideo des Parks zeigt unter anderem eine Achterbahn, die durch riesige Bücher führt – angelehnt an die Bezeichnung der Juden als „Volk des Buches“. Eine Wasserbahn soll den „Kontrast zwischen der Hektik des modernen Lebens und der Ruhe des Schabbat“ erlebbar machen. Eine weitere Attraktion will Vergangenheit und Gegenwart aller Juden in der Diaspora darstellen, „die sich danach sehnen, nach Hause ins verheißene Land zu kommen“.

Die Bücher-Achterbahn Foto: Effective video productions/YouTube, Screenshot Israelnetz
Die Bücher-Achterbahn

Herzstück des Parks soll eine riesige Jakobsleiter werden, von deren Spitze man den gesamten Park überblicken kann. Die Jakobsleiter taucht in der Bibel in 1. Mose 28,12 auf. Dort heißt es nach der Schlachter-Übersetzung: „Und er (Jakob, Anm. d. Red.) hatte einen Traum; und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel. Und siehe, auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder.“

Rund um den Park sollen außerdem unter anderem ein großes Einkaufszentrum, Hotels, eine Jugendherberge und eine Minigolf-Anlage auf einer Fläche von rund 100 Hektar entstehen.

Anlaufpunkt für Menschen aus aller Welt

Gegenüber der Jerusalem Post erklärte die Leiterin des Projekts, Lea Malul: „Wir Israelis sind in vielen Dingen sehr gut – etwa was Hightech oder medizinische Forschung anbelangt. Nun ist es an der Zeit, auch gut in etwas zu sein, was man genießen kann.“ Der Park, der „zu 90 Prozent aus Spaß und zu zehn Prozent aus Inhalt“ bestehen solle, werde zu einem Anlaufpunkt für Menschen aus aller Welt werden.

Bei dieser Attraktion werden die Juden in der Diaspora ins Zentrum gerückt Foto: Effective video productions/YouTube, Screenshot Israelnetz
Bei dieser Attraktion werden die Juden in der Diaspora ins Zentrum gerückt

Das Projekt geht auf eine Idee von Rabbi Josef Zvi Ramon aus der Siedlung Alon Schvut im Westjordanland zurück. Er sammelte über Jahre hinweg gemeinsam mit ortsansässigen Geschäftsleuten Ideen für den Park, der das „bedeutungsvollste jüdische Projekt des 21. Jahrhunderts“ werden soll. Als Vorbild diente ihnen Disneys Freizeitpark „Magic Kingdom“ im US-Bundesstaat Florida.

Private Investoren

Die Kosten für den Vergnügungspark werden nach Informationen der Onlinezeitung Times of Israel auf bis zu 320 Millionen Euro geschätzt. Ein Privatinvestor steckte bereits 1,2 Millionen Euro in die Entwicklung. Auch der Rest des Geldes wird nach Einschätzung der Parkbetreiber durch private Gelder gedeckt werden. Dimona erhofft sich von dem Freizeitpark mehr Tourismus, ein Plus an Einnahmen und hunderte neue Arbeitsplätze.

Die israelische Regierung ist in das Vorhaben eingeweiht, hat bisher jedoch noch keine finanzielle Unterstützung zugesagt, obgleich Tourismus-Minister Jariv Levin das Vorhaben begrüßte. Mit einer Eröffnung des Parks, der der größte seiner Art in Israel werden könnte, wird nicht vor 2023 gerechnet.

Von: Sandro Serafin

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