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Journalistin: „Tugend-Tyrannen wollen Moral neu definieren“

Selbsternannte „Gutmenschen“ laden unserer Gesellschaft immer mehr Gebote auf. Diese Ansicht vertritt Focus-Chefkorrespondentin Martina Fietz in einer Kolumne für Focus Online. Gegenüber pro kritisiert die gläubige Journalistin das Menschenbild der Partei „Die Grünen“.
Von PRO

Foto: Tomorrow Focus Media GmbH

Ich verstehe nicht, warum Eltern sich heutzutage rechtfertigen sollen, wenn sie ihre Kinder nicht gleich nach der Geburt in die Krippe geben möchten“, schreibt Fietz und ergänzt: „Und ich plädiere nach wie vor für den Lebensschutz und dafür, Abtreibung als Tötung menschlichen Lebens und Sterbehilfe als problematisch zu benennen.“ Auch für Zweifel am Adoptionsrecht für homosexuelle Paare hat die Journalistin Verständnis.

Von Tempolimit bis Fleischkonsum sieht Fietz eine Welle von Geboten, die der Gesellschaft von Gutmenschen auferlegt werden. Gegenüber pro erklärte sie: „Eine grundlegende Übereinkunft über die Werte der Gesellschaft speiste sich einst über die zehn Gebote. Aber immer weniger Menschen kennen diese bzw. richten ihr Leben danach aus.“ In die entstehende Lücke träten verschiedene Interessengruppen: „Jede Gruppe nimmt für sich in Anspruch, ihr Anliegen sei das moralisch richtige und wichtige.“

„Grüne haben falsches Menschenbild“

Dabei tue sich besonders die Partei der Grünen mit ihrem Versuch, einen „besseren Menschen“ zu schaffen, hervor. Schon das Menschenbild der Partei ist laut Fietz falsch: „Die Grünen setzen sehr viel Altruismus voraus, beispielsweise glauben sie, dass ihre Wähler gerne bereit sind, mehr Steuern zu zahlen.“ Es sei fraglich, ob dies der Realität entspreche. „Und es bleibt die Frage, ob es wirklich zur gesellschaftlichen Verbesserung beiträgt, immer mehr von den Leistungsträgern abzuschöpfen.“

In ihrer Kolumne kritisiert Fietz aber auch andere Parteien: Die SPD reagiere auf das grüne Gutmenschentum mit eigenen Forderungen nach Vormundschaft, während sich die Union vornehm zurückhalte. Lediglich die FDP rufe „Alarm“. (pro)

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