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„Jesushouse“ online erfolgreich

Die Jugendevangelisation „Jesushouse“ ist erfolgreich zu Ende gegangen. Aufgrund der Coronakrise verlagerten die Initiatoren die Veranstaltungen ins Internet. Auch wenn die Events eigentlich noch bis zum 5. April gehen sollten, beendeten die Veranstalter „Jesushouse“ 2020 mit einem sehr zufriedenen Blick zurück.
Von Jörn Schumacher
In diesem Jahr wurden die Veranstaltungen der Evangelisation „Jesushouse“ online übertragen

Foto: ProChrist e.V.

In diesem Jahr wurden die Veranstaltungen der Evangelisation „Jesushouse“ online übertragen

Wie geplant war „Jesushouse“ am 24. Februar gestartet. Bis zum 13. März konnten junge Menschen 60 fünftägige „Jesushouse“-Veranstaltungen feiern. Insgesamt waren 68 Evangelisten im Einsatz, teilen die Organisatoren mit. Diese hatten sich teilweise an ungewöhnliche Orte begeben, etwa in ein ehemaliges Schuhgeschäft, eine Zimmerei, eine Gesamtschule, ein ehemaliges Fitnessstudio und in eine alte Lederfabrik. Zu den 60 fünftägigen Veranstaltungen kamen insgesamt 27.000 Besucher.

Als aufgrund der Coronakrise durch Schulschließungen, Veranstaltungsverbote und die Einschränkungen im sozialen Leben weitere Treffen unmöglich wurden, entschieden die „Jesushouse“-Verantwortlichen, den Livestream für alle frei verfügbar im Internet zu senden. Dieses Angebot nutzten nach Angaben der Veranstalter insgesamt etwa 491.000 Zuschauer.

„Hoffnung, Halt in der Krise und Liebe vermittelt”

„Jesushouse“-Leiterin Julia Garschagen betonte, die direkte Beziehungsarbeit, die normalerweise bei den Events stattfindet, sei so leider weggefallen. „Aber viele Veranstalter haben super auf die Situation reagiert und Chatgruppen, Online-Angebote und andere Kommunikationswege als Ersatz für ihre Teenager auf die Beine gestellt“, so Garschagen. „Wir sind sehr dankbar, dass wir in dieser speziellen Situation durch Jesushouse so vielen Menschen von Hoffnung, Halt in der Krise, und Liebe, die durch alles trägt, erzählen konnten.“

„Jesushouse“ 2020 stand unter dem Motto „A new way to be human“. Mit Themen wie Sicherheit, Gerechtigkeit, Mut und Versöhnung habe die Jugendevangelisation den Nerv der Zeit getroffen, teilten die Veranstalter mit. Junge Leute hätten erzählt, wie sie Gott persönlich erlebt haben – mitten im Alltag, in schwierigen Situationen, in Angst, Mobbing, häuslicher Gewalt und Ablehnung. Dass diese Themen für die Zielgruppe relevant seien, habe die hohe Zahl an Fragen, Kommentaren und Chatbeiträgen gezeigt: Über 8.000 Zuschauer hätten sich im Live-Chat beteiligt, annähernd so viele Kontakt bei der Instagram-Seelsorge gesucht und über 30 riefen den Veranstaltern zufolge bei der Telefonhotline an. Der Stream wurde von den beiden Brüdern Maxi und Alex von der Band „O’Bros“ moderiert. Es gibt nun die Möglichkeit, die „Jesushouse“-Abende in der Mediathek auf www.Jesushouse.de nachträglich anzusehen.

„Jesushouse“ 2020 geht weiter

Aufgrund der besonderen Situation und der hohen Nachfrage wird das Online-Angebot von „Jesushouse“ bis auf Weiteres verlängert. Jeweils dienstags um 18:30 Uhr gibt es auf www.instagram.com/Jesushouse_official einen Live-Chat mit einem Studiogast. Donnerstags ab 18.30 Uhr beantwortet das „Jesushouse“-Team Fragen der Community zu Glaubensthemen auf YouTube. Darüber hinaus werden weitere Impulse auf YouTube und Instagram ergänzt. Einige Live-Veranstaltungen werden in den Herbst verschoben.

Das Jugendformat „Jesushouse“ ist eine überkonfessionelle Evangelisationsveranstaltung für Teenager und fand 2020 zum siebten Mal statt. Gastgeber waren evangelische Landeskirchen, Freikirchen, Landeskirchliche Gemeinschaften, Pfingstgemeinden, Jugendverbände und katholische Gemeinden. Der verantwortliche Verein proChrist ist seit 1993 eine überkonfessionelle, spendenfinanzierte Initiative von Christen, die Menschen mit dem christlichen Glauben bekannt machen wollen. Für den Verein proChrist e.V. sei die Coronakrise trotz des Erfolgs von „Jesushouse“ eine finanzielle Belastung, teilten die Verantwortlichen mit. Durch den Ausfall von Beteiligungsspenden aus den Veranstaltungsorten erwartet der Verein ein Defizit von rund 50.000 Euro. Michael Klitzke bleibt aber optimistisch: „Wir beten und hoffen, dass wir diese Lücke durch Spenden schließen können und auch dadurch ein Signal erhalten, dass ‚Jesushouse’ weitergehen soll.“

Von: Jörn Schumacher

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